Kassel. Nationalspieler Manuel Klinge verlässt die Kassel Huskies und spielt in der kommenden Saison für die Adler Mannheim. Der 25-Jährige hat beim Eishockey-Rekordmeister einen Zweijahresvertrag unterzeichnet.
Bereits am Montag trainiert der Stürmer erstmals mit seiner neuen Mannschaft, bevor er mit den Adlern am Freitag mit einem Heimspiel gegen den EHC München in die neue Saison startet. „Einerseits bin ich froh über den Wechsel, er tröstet mich über die traurige Geschichte in Kassel hinweg“, sagte Klinge. „Andererseits hoffe ich natürlich für die Fans, dass es bei den Huskies in der zweiten Liga weitergeht.“
Mannheim ist Klinges erste DEL-Station außer Kassel. Er freut sich auf die Herausforderung und kann plötzlich sogar über die Meisterschaft reden. „Mannheim ist eine Top-Adresse. Da ist alles möglich.“ Klinge freut sich auf Adler-Trainer Harold Kreis. Der hatte ihn bereits am Donnerstagabend angerufen, nachdem das Kölner Oberlandesgericht gegen die Huskies geurteilt hatte.
„Er war sehr interessiert an mir, und das gibt mir ein gutes Gefühl“, sagt Klinge. Er ist der erste Spieler der Huskies, der einen neuen Verein hat. Allerdings deuten sich auch bei anderen Akteuren neue Arbeitgeber an.
Center Mike Ouellette etwa gilt als Wunschspieler beim österreichischen Klub Graz 99ers. Auch für die Verteidiger Derek Dinger und René Kramer sowie Stürmer Christoph Melischko gibt es offenbar konkrete Interessenten. „Da läuft schon was“, erklärte ihr Berater Stefan Metz zuversichtlich.
Sollte der Hoffnungsschimmer zweite Liga für die Huskies tatsächlich Realität werden, dann hätte der Kader jedenfalls mit Sicherheit ein anderes Gesicht als die ursprüngliche DEL-Truppe. „Wir würden im Fall des Falles ein solides Team auf die Beine stellen. Keine Übermannschaft wie zuletzt in Zweitliga-Zeiten, sondern eine auf deutschen Spielern basierende Truppe, die es für die Zukunft gezielt zu entwickeln gilt“, sagte Sportdirektor Fabian Dahlem.
Natürlich seien in diesem eventuellen Fall Spieler aus dem bestehenden Kader erste Ansprechpartner – sofern sie dann nicht längst einen neuen Klub haben. Die Ausländer der Huskies dürften gefragt sein, vor allem im Ausland. Teams in Österreich, Tschechien oder der Slowakei suchen Verstärkungen.
Gut möglich also, dass Akteure wie Mike Glumac, Ryan Caldwell, Colton Fretter oder Joey Mormina nicht lange ohne neuen Arbeitgeber dastehen. Für die deutschen Spieler hingegen ist der Markt sehr viel begrenzter. „Die Kader der Klubs sind entweder längst komplett oder es ist kein Geld mehr da“, erläutert Klinges Berater Daniel Lammel. Für sie ist das Ausland meist keine Option.
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