Kassel. Die DEL versucht offenbar mit allen Mitteln, die Kassel Huskies loszuwerden. Aus der Kölner Zentrale wurde jetzt eine neue Breitseite gegen die Schlittenhunde abgefeuert: Gegen den Insolvenzplan, der morgen rechtskräftig geworden wäre, wurde Beschwerde eingelegt.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Gleichzeitig meint man, dass die Rechtpflegerin, die die Gläubigerversammlung in Kassel leitete, befangen gewesen sein soll. Die Folge: Der Insolvenzplan ist nicht rechtskräftig, die Huskies stecken wieder im Insolvenzverfahren.
Die Akten wandern nun zum Kasseler Landgericht. Dort wird sich die Beschwerdekammer um den Fall kümmern. Normalerweise, so das Landgericht, entscheide man „zügig“. Es könnte aber sein, dass es noch Anhörungsbedarf gebe.
Die Anhörungen würden in der Regel nicht mündlich, sondern schriftlich stattfinden. Das Landgericht Kassel rechnet damit, dass die Akten im Laufe des heutigen Tages (Dienstag) eintreffen würden.
Huskies-Geschäftsführer Dr. Fritz Westhelle war sauer. Die DEL, so meinte der Rechtsanwalt, dürfe eigentlich in einem Insolvenzverfahren, in dem sie gar nicht mehr beteiligt seien, nicht derart gegen einen eigenen Gesellschafter vorgehen.
Wie die Huskies darauf reagieren, muss sich Westhelle noch überlegen. Fakt ist, dass das Verfahren wieder verzögert wird. Die DEL kann somit weiter argumentieren, dass die Huskies ausgeschlossen werden müssen, da sie sich im laufenden Verfahren befänden.
Die Breitseite ist offenbar Teil einer konzertierten Aktion. Das Fachblatt „Eishockey News“ schreibt heute parallel dazu in einem Kommentar: „Ein Club, der mit Hilfe von Selbstdarstellern wie Fritz Westhelle versucht, die Gemeinschaft zu hintergehen und das System zu torpedieren, der muss aussortiert werden.“ Westhelle: „Das ist eine bodenlose Frechheit. So etwas habe ich noch nie erlebt.“
Von Frank Thonicke
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