Unna / Kassel. Der Aufgalopp für das Hessenderby gegen die Löwen aus Frankfurt am Sonntag geriet für den Eishockey-Oberligisten Kassel Huskies bei den Königsborn Bulldogs zu einem ganz heißen Tanz – der am Ende eines dramatischen Spiels trotzdem erfolgreich war.
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2:4 hatten die favorisierten Gäste in Unna gegen gnadenlos effektiv konternde Königsborner vor dem Schlussdrittel zurückgelegen. Am Ende aber stand es 5:4 (2:3, 0:1, 3:0) für die weiter ungeschlagenen Huskies. Der befreiende Jubel kam auf den letzten Drücker: Elf Sekunden vor Spielende war es einmal mehr Manuel Klinge, der den entscheidenden Unterschied machte und den umjubelten Siegtreffer erzielte.
So wie es endete, ging es auch los für die Huskies: richtig gut! Michael Christ gelang bereits nach zwei Minuten in Überzahl das 1:0. Und sechs Minuten später erhöhte Manuel Klinge bereits auf 2:0. Es schien alles glatt zu laufen für den Favoriten – zumal die Huskies in der Folgezeit geschätzte zwanzig Torchancen hatten, die Gastgeber dagegen nur drei. Das Problem: Es stand nach diesem Drittel 3:2 für Königsborn.
Das Team aus Unna nämlich nutzte jede sich bietende Möglichkeit. Und es profitierte davon, dass die Huskies nicht konsequent nach hinten arbeiteten. Igor Furda und Jakub Krätzer sorgten mit einem Doppelschlag für den Ausgleich (9. und 11.), Patric Schnieder sogar für das überraschende 3:2 (15.).
Huskies-Trainer Jamie Bartman reagierte. Er wechselte zu Beginn des Mitteldrittels den Torhüter. Adam Ondraschek kam nun für Martin Fous. Auf dem Eis änderte das aber – nichts. Im Gegenteil: Es kam noch schlimmer. Mit ihrer ersten Überzahlsituation erhöhten die Gastgeber auf 4:2. Igor Alexandrov war im Nachschuss erfolgreich.
Und die Huskies? Die stürmten natürlich weiter. Sie hatten mehr vom Spiel. Sie hatten Chance um Chance. Aber irgendwie war das oft zu umständlich, nicht zielgerichtet genug. Erst im Schlussdrittel wurde alles wieder besser – und schnell auch erfolgreicher. Der Treffer von Petr Sikora zum 3:4 in der 43. Minute weckte neuen Mut. Nur eine Minute später erzielte Verteidiger Stéphane Robitaille den Ausgleich. Alles war wieder offen.
Und es schien, als sollte die Partie noch in die Verlängerung gehen – bis, ja bis einmal mehr Manuel Klinge kam. Als die letzte Spielminute lief, da nahm der Nationalspieler Maß und traf zum Sieg. (frz)
Z: 268, Tore: 0:1 (2.) Christ (5:4), 0:2 (8.) Klinge, 1:2 (9.) Furda, 2:2 (11.) Krätzer, 3:2 (15.) Schnieder, 4:2 (37.) Alexandrov (5:4), 4:3 (43.) Sikora, 4:4 (44.) Robitaille, 4:5 (60.) Klinge), Strafminuten: Königsborn 4 - Kassel 4
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