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Kassel Huskies, zweite Eishockey-Liga: Steuerzahler müssten blechen

Kassel Huskies: Wenn es mit der 2. Liga nicht klappt, werden zwei Mio. Euro an Landesbürgschaften fällig

Huskies: Wenn 2. Liga Nein sagt, müssen Steuerzahler blechen

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Kassel. Eine Absage kann böse Folgen haben: Wenn die 2. Liga am Montag beschließt, die Kassel Huskies nicht aufzunehmen, dann ist nicht nur das Profi-Eishockey in Kassel am Ende - es wird auch für den Steuerzahler teuer. Denn dann werden Landesbürgschaften in Höhe von knapp zwei Millionen Euro fällig.

Das kann teuer werden: Wenn die Huskies nicht in der zweiten Liga spielen dürfen, dann muss das Geld aus Bürgschaften des Landes gezahlt werden, Montage: Köberich

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Um in der Ära des früheren Huskies-Chefs Rainer Lippe den Spielbetrieb nach dem Wieder-Aufstieg im Jahr 2008 aufrecht erhalten zu können, brauchten die Huskies Geld. Viel Geld. Die Kasseler Sparkasse gewährte schließlich einen Kredit in Höhe von 990 629 Euro, die Raiffeisenbank Baunatal gab ein Darlehen über 991 139 Euro.

Den Krediten war ein Handel vorausgegangen, an dem auch der heutige Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (damals Sportminister) beteiligt gewesen sein soll. Die Vereinbarung sollte über acht Jahre laufen und lautete kurz gesagt so: Die Banken verzichteten mit der Übernahme der Huskies durch Dennis Rossing auf eine Rückzahlung der Kredite, sie werden durch Landesbürgschaften abgesichert. Anfallende Zinsen müssen aber bezahlt werden - von Huskies-Eigentümer Dennis Rossing. Bis zum Jahr 2012 soll das eine Summe von 240 000 Euro sein.

Sollten die Huskies in der 2. Liga spielen dürfen, wird sich an den Kreditkonditionen wohl nichts ändern.

Anders sieht es aus, wenn die Huskies die drei Hürden auf dem Weg in Liga zwei nicht überspringen können. Denn:

1. muss die 2. Liga am Montag auf ihrer Sitzung für eine Aufnahme der Huskies stimmen. Die Chancen dafür stehen wohl nicht sehr gut.

2. muss die DEL ihre Rechtsbeschwerde gegen den Insolvenzplan beim Bundesgerichtshof zurückziehen. Ob sie das tut, ist weiter unklar.

3. muss der Antrag auf Masse-Unzulänglichkeit - die Huskies haben zur Zeit kein Geld, um Forderungen zu begleichen - zurückgenommen werden. Dafür sieht es dem Vernehmen nach nicht schlecht aus. Denn Dennis Rossing ist wohl bereit, weiteres Geld zur Verfügung zu stellen.

Scheitern die Huskies mit dem Projekt 2. Liga, dann werden die Geldinstitute darauf bestehen, ihre Kredite zurückgezahlt zu bekommen. Dann werden die Landesbürgschaften fällig. Das heißt, der Steuerzahler muss tief in die Tasche greifen und knapp zwei Millionen Euro überweisen.

Bei der Kasseler Sparkasse hieß es gestern unter Verweis auf das Bankgeheimnis: „Wir kommentieren das nicht.“

Von Frank Thonicke

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