Kassel. Die Gläubigerversammlung zur Zukunft der Kassel Huskies ist am heutigen Freitag nach dreieinhalbstündiger Sitzung vertagt worden. Eine neue findet nun am Mittwoch, 19. Mai, um 10 Uhr im Kasseler Amtsgericht statt. Die Vertagung war von der DEL beantragt worden.

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Das Insolvenzgericht kam dem Antrag nach. Die DEL nahm mit Geschäftsführer Gernot Tripcke und Rechtsanwalt Wilhelm Klaas (Krefeld) an der Sitzung teil. Sie hat Forderungen aus nicht gezahlten Beiträgen von 70.000 Euro an die Huskies. DEL-Anwalt Klaas hatte einen Formfehler entdeckt: Die Frist, zu der Forderungen von Gläubigern angemeldet werden können, läuft erst am Freitag um 24 Uhr ab. Die Gläubigerversammlung fand damit also zu früh statt.
Neue Entwicklung:
Frankfurt Lions bangen um LizenzDer Knackpunkt für die Huskies ist nun: Selbst wenn die Gläubiger am kommenden Mittwoch den Insolvenzplan annehmen, wird er erst vierzehn Tage später rechtskräftig. Damit kommt man aber über den 31. Mai hinaus. Bis zu diesem Zeitpunkt muss der Lizenzantrag bei der DEL gestellt sein. Die DEL könnte nun argumentieren, dass das Insolvenzverfahren bis zum 31. Mai nicht rechtskräftig abgeschlossen ist. Das wiederum würde bedeuten, dass man den Huskies die Lizenz verweigern kann.
Huskies-Geschäftsführer Dr. Fritz Westhelle gab sich dennoch optimistisch: „Wir werden die Lizenz beantragen. Alles wird gut für die Huskies. Wir haben fünf Tage, aber nicht das Ganze verloren“. DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke sagte: „Alles ist weiter im Fluss und wird geprüft.“
Von den 124 Huskies-Gläubigern, die Forderungen von insgesamt rund 2,6 Millionen Euro haben, waren nicht einmal 20 zur Gläubigerversammlung erschienen. Viele Spieler sind inzwischen in Urlaub. Sie haben per Vollmachten Vertreter benannt, um ihre Interessen zu wahren. Insolvenzverwalter Dr. Franz-Ludwig Danko hatte trotz der Vertagung eine Probeabstimmung beantragt. Alle Gläubiger - mit Ausnahme der DEL - stimmten dem Insolvenzplan zu. Danko: „Das ist kein großartiger Sieg, aber mit der Probeabstimmung sind wir ein Stück vorangekommen. Es ist alles möglich.“
Von Frank Thonicke und Gerald Schaumburg
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