Kassel / München. Zumindest scherzen kann er noch. „Auf dem Weg nach Tibet“, sagt Fabian Dahlem, sportlicher Leiter der Kassel Huskies, am Montag auf die Frage, wo er sich gerade befinde.
In der Münchner Zentrale des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) und der für die zweite Liga verantwortlichen Eishockey-Spielbetriebs-GmbH (ESBG) wird den Huskies die Tür zur Bundesliga noch offen gehalten. DEB-Generalsekretär Franz Reindl erklärte zwar am Montag zunächst, es sehe für die Kasseler nicht gut aus, „weil es ohne Aufnahmeantrag und ohne Einhaltung aller Fristen keine Grundlage für ein Nachrücken“ gebe.
Am Abend aber kündigte Oliver Seeliger eine außerordentliche Mitgliederversammlung der 13 Zweitliga-Gesellschafter für Montag oder Dienstag nächster Woche an. „Nur die Vertreter der Klubs, die sich ihre Statuten, Verträge und Regularien selbst gegeben haben, können auch über eine Änderung ihrer eigen Regularien oder Ausnahmen beschließen“, erklärte der Geschäftsführer der Liga. Er selbst sei an diese Weisungen und Beschlüsse gebunden, nur ausführendes Organ.
„Es bringt niemandem etwas, jetzt über Mails, Briefe und Telefonate zu kommunizieren. Ich versuche, alle Beteiligten an einem Tisch zusammenzutrommeln und eine vernünftige, sachliche Diskussion zu ermöglichen“, erläuterte Seeliger. Für eine Aufnahme der Huskies müssten per Dreiviertel-Mehrheit neun der 13 anderen Klubs stimmen.
Fabian Dahlem will unterdessen „weiter Zahlen ordnen und als sportlich Verantwortlicher alles tun, in Kassel weiter Eishockey zu präsentieren.“ Der Sportliche Leiter war nach dem Rücktritt Westhelles eigentlich als kommender Geschäftsführer vorgesehen. Nun, dass Westhelles Abdanken bevorsteht, sagt er angesichts der völlig unklaren Zukunft aber: „Was daraus wird, das kann ich derzeit beim besten Willen nicht beantworten.“ (sam/frz)
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