Perfekter Jahresabschluss: Frenzel feiert ersten Sieg

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Eric Frenzel gewann in Ramsau. Foto: Barbara Gindl

Die deutschen nordischen Kombinierer haben sich in Ramsau erfolgreich für den Vortag ohne Podestplatz revanchiert. Am Sonntag gewann im österreichischen Ramsau Weltmeister Eric Frenzel. Manuel Faißt wurde Dritter.

Ramsau (dpa) - So hatte sich Eric Frenzel den sportlichen Jahresausklang gewünscht. In Ramsau am Dachstein feierte der Sotschi-Olympiasieger seinen ersten Sieg in der Weltcup-Saison.

Nach dem überlegenen Erfolg durfte der Oberwiesenthaler dann gemeinsam mit dem Weltmeister-Team in der Nordischen Kombination im Privatjet eines Sponsors aus Salzburg zur Gala der "Sportler des Jahres" nach Baden-Baden düsen. "Den ersten Sieg des Winters widme ich meinen zwei Söhnen", meinte Frenzel. "Mit dem Saisonauftakt war ich nicht ganz zufrieden. Doch der heutige ungefährdete Erfolg gibt mir einen großen Schub fürs neue Jahr", fügte der Gesamt-Weltcupsieger der vergangenen drei Winter an.

Frenzel lieferte gemeinsam mit dem am Ende hinter dem norwegischen Junioren-Weltmeister Jarl Magnus Riiber drittplatzierten Baiersbronner Manuel Faißt eine taktische Glanzleistung ab. Exakt zur Halbzeit der zehn Laufkilometer hatten sie den einminütigen Rückstand zu Sprunglaufgewinner Riiber aufgeholt. "Genau so hatten wir es vorher abgesprochen. Sie sollten offensiv laufen, damit die große Verfolgergruppe nicht rankommt. Unsere Rechnung ist super aufgegangen", meinte Cheftrainer Hermann Weinbuch.

Neben Frenzel und Faißt, der erstmals in seiner Karriere aufs Weltcup-Siegertreppchen lief, überzeugten auch die anderen deutschen Zweikämpfer. Fabian Rießle wurde Sechster hinter dem neuen Weltcup-Spitzenreiter Magnus Krog und liegt in der Gesamtwertung nur acht Zähler hinter dem Norweger. Doppel-Weltmeister Johannes Rydzek kam auf Platz acht. Die Routiniers Björn Kircheisen und Tino Edelmann auf den Rängen zwölf und 13 komplettierten das beste Mannschaftsergebnis der Saison. "Weihnachten kann kommen. Wir sind im Plan", meinte Weinbuch zufrieden.

Am Samstag hatte Edelmann bei seinem Saison-Einstieg nach selbstverordneter Wettkampfpause wegen der Geburt seines Sohnes Frederik sich selbst und die Konkurrenz überrascht. "Platz vier kam für mich absolut unerwartet. Ich habe die vergangenen Wochen vorwiegend allein trainiert und hatte keine Ahnung, wie meine Laufform im Vergleich zur Weltspitze ist. Schade, dass am Ende nur ein paar Zentimeter zum Podest fehlten", sagte er. Mit seinem Ergebnis verstärkte er die interne Konkurrenz in Weinbuchs Team.

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