Der Europameister siegt in Rio gegen Schweden

Schnellcheck: Handballer starten mit 32:29-Sieg ins olympische Turnier

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In Jubelpose: Julius Kühn glänzte vor allem in der ersten Hälfte.

Erfolgreicher Einstand des Europameisters: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat acht Jahre nach der letzten Olympia-Teilnahme zum Auftakt des Turniers in Rio einen 32:29 (18:15)-Sieg über Schweden gefeiert.

Mit einem weiteren Erfolg am Dienstag ab 16.30 Uhr unserer Zeit gegen die Mannschaft Polens können die Bad Boys einen großen Schritt Richtung Viertelfinale machen.

Unser Schnellcheck:

Wie war denn das erste Pflichtspiel der deutschen Handballer seit der EM?

Das Team des Deutschen Handball-Bundes (DHB) tritt in Rio ausnahmslos mit Olympia-Neulingen an. Vizepräsident Bob Hanning hatte deshalb im Vorfeld betont: „Sie müssen auch mal die Fotoapparate aus der Hand legen.“ Sagen wir es mal so: Nach einer guten Viertelstunde waren die Gedanken an Selfies aus den Köpfen verschwunden. Vor allem Julius Kühn und Fabian Wiede taten sich hervor. Dann war auch Torwart Andreas Wolff hellwach. Es hatte sich ausgezahlt, dass der Neu-Kieler auf die Eröffnungsfeier verzichtet hatte. Ihm gelang sogar ein Tor, als die Schweden den Torwart für einen zusätzlichen Feldspieler ausgewechselt hatten (13:11, 23.).

Dieses Kunststück brachte nach dem Wechsel auch Wiede beim 23:19 fertig (43.). wer gedacht hatte, dass dies die Vorentscheidung gewesen wäre, sah sich getäuscht. Die Skandinavier glichen zum 23:23 aus. Es entwickelte sich ein Handball-Krimi - mit dem glücklicheren Ende für die das deutsche Team.

Wieviel Europameister steckte in der DHB-Auswahl?

Bundestrainer Dagur Sigurdsson hatte nicht nur seine bewährte Magnet-Taktiktafel dabei. In der Startsieben standen zwar nur vier EM-Helden. Dennoch steckte aber genug Qualität in der Mannschaft. Kapitän Uwe Gensheimer, Patrick Wiencek und Paul Drux wären in Polen sicher dabei gewesen, wenn sie nicht verletzungsbedingt gefehlt hätten.

Wer war der Mann des Spiels?

Da kann es keine zwei Meinungen geben: Auf den Berliner Fabian Wiede war Verlass. Bemerkenswert: Er ist erst 22 Jahre alt.

Gab es einen besonderen Moment?

Unmittelbar nach der Schlusssirene vollführten die Deutschen auf dem Parkett Freudentänze. Das erinnerte doch stark an den Januar in Polen.

Wie war die Übertragung im TV?

Bei Olympischen Spielen wird schon mal in der entscheidenden Phase eines Spiels zu einem anderen Ereignis umgeschaltet. Das ZDF zeigte die Partie in voller Länge - so wie es sich für einen Europameister gehört.

Kommentare

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