Springsteen und F1: Barça-Meisterfeier mit Hindernissen

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Ausgelassen hüpften Marc-André ter Stegen, Lionel Messi & Co. nach dem Schlusspfiff über den Platz. Foto: Pepe Torres

Mit dem Gewinn seines 24. Meistertitels unterstreicht der FC Barcelona seine Vorherrschaft im spanischen Fußball. Die Katalanen feierten in den letzten 25 Jahren doppelt so viele Titelgewinne wie der Rekordmeister Real.

Barcelona (dpa) - Der FC Barcelona ist beim Feiern des Meistertitels unverhofft auf Hindernisse gestoßen.

Torwart Marc-André ter Stegen, Lionel Messi & Co. mussten nach ihrem 3:0-Sieg im letzten Saisonspiel der spanischen Fußball-Liga beim FC Granada rasch in die Kabinen flüchten, weil zahlreiche Fans nach dem Schlusspfiff auf den Rasen gestürmt waren. Erst später konnten die Barça-Spieler unter dem Schutz der Ordner auf das Spielfeld zurückkehren, um den 24. Meistertitel der Katalanen zu feiern.

Ein für die Nacht zum Sonntag vorgesehener Triumphzug des Meisterteams durch die Straßen von Barcelona musste abgesagt werden, weil im Camp-Nou-Stadion ein Konzert des US-Rockstars Bruce Springsteen stattfand und weil wegen des Formel-1-Rennens vor den Toren der Stadt nicht genügend Polizeikräfte verfügbar waren. Barça entschied daher, dass die "Campeones" am Sonntagabend in einem offenen Bus über eine abgekürzte Route durch Barcelona fahren sollen. Der Umzug sollte - anders als sonst üblich - nicht im Camp-Nou-Stadion enden.

Mit dem Erfolg beim FC Granada wahrten die Katalanen im Fernduell mit Real Madrid ihren Ein-Punkte-Vorsprung vor den Königlichen, die bei Deportivo La Coruña 2:0 gewannen. "Einige Leute hatten uns den Titelgewinn nicht zugetraut. Ich bin gespannt, was sie jetzt sagen", meinte Luis Suárez. Der Uruguayer war der Held des Tages, denn er erzielte am Samstag in Granada alle drei Tore und sicherte sich mit 40 Treffern die Torjägerkrone in der Primera División.

Der FC Barcelona untermauerte mit dem Titelgewinnen seine Vorherrschaft im spanischen Fußball. Seit das "Dream Team" von Trainer Johan Cruyff vor 25 Jahren zum ersten Mal spanischer Meister wurde, errangen die Katalanen 14 Titel, doppelt so viele wie der Erzrivale Real.

Barça schien den diesjährigen Titel im März mit einem Vorsprung von 12 Punkten vor Real fast schon sicher zu haben. Die Madrilenen verkürzten den Rückstand jedoch um elf Zähler, konnten die Katalanen dann aber nicht mehr von der Spitze stürzen, weil der Titelverteidiger die letzten fünf Spiele mit einer Bilanz von 24:0 Toren gewann. "Barça holt sich den Titel gleich zweimal", titelte die Zeitung "La Vanguardia". Am kommenden Sonntag können Messi & Co im Finale gegen den FC Sevilla auch noch den Pokal gewinnen.

Real-Trainer Zinédine Zidane riet seinen Spielern um Weltmeister Toni Kroos: "Das beste ist jetzt, ein paar Tage nicht an Fußball zu denken." Die Madrilenen wollen dann ausgeruht in das Champions-League-Finale gegen den Lokalrivalen Atlético gehen. Immerhin gelang Zidane ein Liga-Rekord: Mit zwölf Siegen hintereinander legte Real den erfolgreichsten Endspurt in der Geschichte der Primera División hin.

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