Im Riesenslalom

Neureuther setzt Ausrufezeichen: Dritter beim Saisonauftakt

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Felix Neureuther beim ersten Riesenslalom der Saison.

Sölden - Den deutschen Skirennfahrern gelingt ein vielversprechender Auftakt in den WM-Winter - einem Routinier und einem relativ unerfahrenen Athleten sei Dank.

Felix Neureuther ist beim ersten Weltcup-Rennen der Saison Dritter geworden und hat den deutschen Ski-Herren damit einen glänzenden Start in den Winter beschert. Der 32-Jährige musste sich beim Riesenslalom von Sölden am Sonntag nur Sieger Alexis Pinturault aus Frankreich und dem Österreicher Marcel Hirscher geschlagen geben. Der deutsche Weltcup-Rekordchampion fuhr vom sechsten Platz nach dem ersten Lauf noch nach vorne - am Ende fehlten ihm 1,37 Sekunden auf den dominanten Pinturault und 0,67 Sekunden auf Hirscher.

„Ich bin mit dem dritten Platz so dermaßen zufrieden“, sagte Neureuther, „das hätte ich nicht gedacht im Vorfeld.“ Er fuhr beim Saisonstart im Ötztal erstmals in seiner Karriere auf das Treppchen. „Ich freu mich wirklich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr.“ Alpinchef Wolfgang Maier lobte: „Felix ist halt ein brutales Rennpferd. Ein Auftakt mit einem Podium ist immer ein Traum für uns.“

Neben dem Routinier überzeugte noch ein zweiter Athlet des Deutschen Skiverbandes: Benedikt Staubitzer schaffte es auf den zwölften Platz und feierte das zweitbeste Weltcup-Ergebnis seiner Laufbahn. Dabei hätte der 27 Jahre alte Oberbayer fast nicht starten können, musste noch am Samstag intensiv am Rücken behandelt werden. „Ich habe Spaß gehabt am Fahren und attackiert. Das hat funktioniert“, sagte er.

Nicht zufrieden sein konnten indes Stefan Luitz und Fritz Dopfer. Luitz rutschte nach einem vielversprechenden fünften Rang nach dem ersten Lauf noch bis auf Platz 19 zurück. „Das nagt schon sehr und nervt mich“, sagte er. Dopfer, 2014 noch Zweiter in Sölden, wurde nur 27. „Der zweite Lauf war ein Rückfall in alte Muster“, sagte er.

Ganz nebenbei schaffte Neureuther durch seine Platzierung in den Top 8 die Norm für die WM im Februar. Staubitzer muss derweil noch einmal unter die besten 15 kommen, um sicher in St. Moritz dabei zu sein.

dpa

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