Fenningers Karriere im ÖSV ist gefährdet

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Anna Fenninger liegt im Streit mit dem Skiverband Österreichs. Foto: Stephan Jansen

Österreichische Skiverband hat zu einer Pressekonferenz geladen, "zum Thema Anna Fenninger". Im Streit um Sponsoren hat ÖSV-Präsident Schröcksnadel der Olympiasiegerin zuvor mit Konsequenzen gedroht. Ein Karriereende ist nicht ausgeschlossen.

Stuttgart (dpa) - Die sportliche Zukunft von Gesamtweltcupsiegerin Anna Fenninger steht auf der Kippe.

Nach der jüngsten Episode im Streit um Management und Sponsoren hat Peter Schröcksnadel, der Präsident des Österreichischen Skiverband (ÖSV), Konsequenzen angekündigt. Selbst ein Karriereende der alpinen Skirennfahrerin aus Salzburg scheint nicht ausgeschlossen.

Worüber streiten sich Olympiasiegerin Fenninger und der ÖSV?

Zusammengefasst geht es um die sportliche Betreuung, um das Recht, einen eigenen Manager zu haben, und um die Sponsoren der dreimaligen Weltmeisterin. Dem ÖSV passt es gar nicht, dass Fenninger vom Deutschen Klaus Kärcher vermarktet wird. ÖSV-Präsident Schröcksnadel kümmert sich für gewöhnlich selbst um die Werbeverträge der Stars. Fenninger hat das Gefühl, jahrelang "hintergangen" worden zu sein, als Frau fühlt sie sich zudem nicht ernst genommen.

Was hat die jüngste Eskalation ausgelöst?

Wenige Tage nach einem als "Friedensgipfel" verkauften Gespräch zwischen Vertretern des ÖSV und dem Management Fenningers veröffentlichte der Autohersteller Mercedes zu Wochenbeginn eine Werbekampagne mit der Sportlerin. Offizieller ÖSV-Partner ist Mercedes-Konkurrent Audi, der Verband fühlt sich "verarscht". Fenningers Seite dagegen betont, es handele sich nicht um Sponsoring, sondern um eine Unterstützung für Fenningers Engagement zum Schutz von Geparden und der Laureus Stiftung - was bei dem Gespräch vergangene Woche durchaus thematisiert worden sei. Der ÖSV bestreitet das.

Wie hat Fenninger auf die Vorwürfe ihres Verbandes reagiert?

Zutiefst enttäuscht. "Leider können mit der Wahrheit manche nicht umgehen. Sie tun alles um mich fertig zu machen und sind am besten Weg dazu", schrieb sie in einem langen Eintrag bei Facebook. Sie nannte zwar keinen einzigen Namen, aber ihre Botschaft in Richtung Schröcksnadel war auch so deutlich genug: "Das Ergebnis? Ein stolzer Tiroler, der die Hände nicht mehr runter bekommt."

Fährt Fenninger zukünftig für ein anderes Land?

Das hat die beste Skifahrerin Österreichs immer wieder kategorisch ausgeschlossen. "Für mich gibt es nur eine Möglichkeit, an den Start zu gehen: Das ist für Österreich", sagte Fenninger vor einem Monat mit Blick auf einen theoretisch denkbaren Nationenwechsel. Mit dem Karriereende hat sie ÖSV-Sportdirektor Hans Pum und seinem Präsidenten in einer E-Mail dagegen schon gedroht.

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