Wieder ohne Podestplatz

Ferrari rückwärts bergab - Vettel: "Der Tag wird kommen"

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Sebastian Vettel verpasste im Ferrari auch in Austin das Podium. Foto: Srdjan Suki

Auch das noch. Der Ferrari rollte in Austin nur noch bergab. "Es gibt ein klares Ziel. Im Moment sieht es aber schwer aus, weil wir es nicht erreichen", sagt Sebastian Vettel.

Austin (dpa) - Es ging wieder bergab mit Ferrari, diesmal in den USA auch noch rückwärts. Von Siegen ist die Scuderia weit entfernt, Sebastian Vettel verpasste als Vierter zum zwölften Mal in 18 Rennen das Podest.

Und Kimi Räikkönen kam erst gar nicht ins Ziel. Nach einem Boxenstopp musste er sein rotes Formel-1-Auto an der Steigung zur ersten Kurve anhalten, ein Rad war nicht richtig montiert. Der 37 Jahre alte Finne blieb sitzen und ließ seinen Wagen rückwärts zurück in die Boxengasse rollen.

"Natürlich hatten wir uns ein besseres Ergebnis erhofft", meinte Teamchef Maurizio Arrivabene. Bei Räikkönen klang es so: "Natürlich ist das Endresultat dieses Rennens weit entfernt von ideal." Für den Lapsus beim Boxenstopp bekam das Team auch noch eine Strafe von 5000 Euro aufgedrückt - Peanuts im Vergleich zu dem, was solche Auftritte an Ansehen kosten. Dabei steht die Scuderia in der italienischen Heimat sowieso schon in der Kritik.

"Jeder weiß, wo Ferrari stehen will", erklärte Vettel. "Jeder weiß, wo Kimi und ich stehen wollen. Es gibt ein klares Ziel. Im Moment sieht es aber schwer aus, weil wir es nicht erreichen."

Vom Ziel, mit dem viermaligen Weltmeister Vettel eine Ära wie einst mit Michael Schumacher einzuleiten, ist das traditionsreichste Team der Formel 1 deutlich entfernt. In der Konstrukteurwertung liegt Red Bull auf Rang zwei nun 53 Punkte vor Ferrari, als Weltmeister stehen die unerreichbaren Silberpfeile von Mercedes längst fest.

Vettel beschwichtigt weiterhin. Eine Stunde nach dem Rennen sitzt er vor dem Motorhome von Ferrari, in das nur eingeladenen Personen Einlass gewährt wird. Die Medienrunde findet auf der Terrasse statt. Der Andrang ist groß, jeder will Vettel hören. Die Akustik funktioniert aber nur suboptimal, heftige Rückkopplungen sorgen für fieses Pfeifen. Es passt irgendwie ins Bild der Scuderia in diesem Jahr. Ein ehemaliger hochrangiger Angestellter hatte jüngst erst von angeblichen Misstönen berichtet.

Zu beurteilen, wieviel Zuversicht in Vettel (noch) steckt, ist schwierig. Auf der Strecke wirkt er in dieser Saison nicht selten eher leicht reizbar. Es heißt aber, er solle sonst ganz entspannt sein.

Vettel lacht, nimmt das Team in Schutz. Und beteuert in Austin, wo er mit Red Bull 2013 einen seiner insgesamt 42 Grand-Prix-Siege gefeiert hatte: "Auch wenn es ein steiler und holpriger Weg ist, bin ich sicher, dass der Tag kommen wird, an dem wir an der Spitze stehen werden."

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