Fünf Lehren aus dem Großen Preis von Großbritannien

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Lewis Hamilton war in Silverstone wieder einmal der Schnellste. Foto: Valdrin Xhemaj

Das Silverstone-Rennen hat die Machtverhältnisse in der Formel 1 zementiert. Lewis Hamilton bleibt vor Nico Rosberg. Über mangelndes Entertainment aber darf sich vorerst niemand mehr beschweren.

Silverstone (dpa) - Lewis Hamilton hat dem Angriff von Nico Rosberg und dem Druck bei seinem Heimspiel standgehalten, das Spektakel ist zurück in der Formel 1. Fünf Lehren aus dem Grand Prix von Großbritannien.

LEHRE I: Hamilton ist für Rosberg einfach nicht zu fassen

Nach dem jüngsten Formhoch sah sich Nico Rosberg auf der Überholspur. Im Training war der Schnellere. Doch als es zählte, lag Lewis Hamilton vorn. Rosberg kennt das. Im Duell der Mercedes-Lenker geben oft Feinheiten den Ausschlag, zumeist zugunsten des Briten. 17 Punkte hat Hamilton wieder Vorsprung - und dazu den Aufwind des Heimsiegers.

LEHRE II: Die Formel 1 kann immer noch Spektakel

Was ist in den vergangenen Wochen über die Krise der Raserei geredet worden. Reformen wurden beschlossen, sogar ein Besitzerwechsel wurde diskutiert. In Silverstone war das Haus mit 140 000 Zuschauern voll - ein Rekord. Das Rennen lieferte Action wie lange nicht und Nervenkitzel fast bis zum Schluss. Krise? Welche Krise?

LEHRE III: Die Mercedes-Konkurrenz muss noch mehr tun

Lange ärgerte das Williams-Duo in Silverstone die Silberpfeile. Doch die Williams-Strategen waren nicht mutig genug und verspielten sogar noch die Podiumsplätze. Ferrari, zu Saisonbeginn noch zweite Kraft, hat stagniert. Es muss wohl noch chaotischer als in England zugehen, damit Mercedes in dieser Saison noch ein Rennen verliert.

LEHRE IV: Kimi Räikkönens Job ist mehr denn je in Gefahr

Ein unnötiger Dreher in Kanada, ein heftiger Unfall in Österreich, nun eine falsche Reifen-Entscheidung in Silverstone - für Kimi Räikkönen geht derzeit vieles schief. Platz acht war erneut keine Werbung für eine Vertragsverlängerung bei Ferrari. Dabei würde Kumpel Sebastian Vettel so gern mit dem 35-Jährigen weiterfahren.

LEHRE V: Fernando Alonso ist schon mit wenig zufrieden

Das Fahren eines McLaren ist in diesem Jahr kein Spaß. Im neunten Rennen der Saison kam Rückkehrer Fernando Alonso als Zehnter endlich zum ersten Mal in die Punkte. "Das war gut für die Moral", sagte der Spanier. Von der Spitze aber ist das Team noch immer meilenweit entfernt. Die nächsten Frusterlebnisse für Alonso kommen gewiss.

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