Nicht mehr an der Tabellenspitze

Die Bayern sind nicht mehr unantastbar

Wechsel an der Spitze der ersten Fußball-Bundesliga: Das gewohnte Bild der Bayern auf Platz eins hat einen Riss. Die Konkurrenz holt auf. Dazu ein Kommentar von Sportredakteur Frank Ziemke.

Unglaubliche 39 Spieltage war es das immer gleiche Bild: Platz eins in der Bundesliga: Bayern München. Nun ist da plötzlich ein beeindruckender Aufsteiger. Nun zeigt der Meister Schwächen. Nun verliert er in Dortmund. Und auch wenn dieser 11. Spieltag am Ende vielleicht nur eine Momentaufnahme bleibt, er zeigt: Sie sind antastbar geworden, diese Münchener.

Dass die Bayern an Dominanz verloren haben, unterstreicht der Vergleich mit dem Vorjahr. Damals hatten sie als Spitzenreiter 31 Zähler auf dem Konto. Von einer Krise zu sprechen, wäre aber maßlos überzogen. Doch derzeit ist es vor allem ein Mangel an Effizienz, der den Dauermeister angreifbarer macht.

Und: Die Konkurrenz hat aufgeholt. Vor allem natürlich Leipzig. Von dem nun die Ersten glauben, dass es das deutsche Leicester werden kann. Aus dem Nichts zum Titel. Das scheint noch verwegen, Fakt ist aber: Leipzigs Erfolg entspringt nicht allein der Euphorie, auch nicht allein dem Geld, sondern einem sportlich starken Konzept. Diese Mannschaft ist klug zusammengestellt und sie spielt den derzeit wohl modernsten Fußball der Liga. Mit immensem Laufpensum, intensiv überfallartigem Pressing, hoher Spielkultur. Leipzig wird vielleicht nicht Meister. Aber es wird auch nicht einbrechen wie einst Hoffenheim.

Rubriklistenbild: © dpa

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