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05er schlagen sich selbst

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Staub aufgewirbelt: Fair springt Göttingens Krzysztof Podolczak (links) über Lüneburgs Stefan Wolk hinweg, der ihm den Ball abgenommen hat. Foto: Jelinek
Staub aufgewirbelt: Fair springt Göttingens Krzysztof Podolczak (links) über Lüneburgs Stefan Wolk hinweg, der ihm den Ball abgenommen hat. Foto: Jelinek

Göttingen. Der Knackpunkt – auch für 05-Trainer Hans-Jörg Ehrlich: In der 67. Minute köpft Thorben Rudolph das Leder unbedrängt zum eigenen Torwart Nikolai Wolany zurück. Der Ball gerät zu kurz, der Lüneburger Sven Möller spritzt dazwischen und versenkt die Kugel zur 3:2-Führung.

Am Ende stand der SC Göttingen 05 wie in den letzten vier von fünf Partien mit leeren Händen da, hatte das Punktspiel am neunten Spieltag der Fußball-Oberliga Niedersachsen gegen den ambitionierten Lüneburger SK mit 2:4 (1:1) verloren. Damit haben die Schwarz-Gelben nur noch einen Punkt Vorsprung vor einem Abstiegsplatz.

„Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Auch Lüneburgs Trainer Elard Ostermann hatte es so gesehen wie ich, wie er mir hinterher bestätigte“, meinte Ehrlich. Doch zwei „dusselige Tore“, so der 05-Coach sorgten einmal mehr für die zweite Heimniederlage.

Umstellungen beim SC 05

Ehrlich hatte umgestellt. Rudolph in der Innenverteidigung, Kapitän Christian Horst neben Patrik Förtsch auf der Sechser-Position. Auch Daniel Washausen gab sein Anfangs-Heimdebüt nach monatelanger Leidenszeit. Und es war ein gutes Debüt von Washausen, dem zu seiner guten Leistung auch ein Tor gelang.

Deutlich zu sehen war, dass bei den Gastgebern die Einstellung stimmte. Das sah auch ihr Trainer so. Trotz gefälligen Spiels gingen die Gäste in Führung durch einen umstrittenen Freistoß, den Onur Saglam in der 42. Minute direkt versenkte. Doch nur zwei Minuten später war es Krzysztof Podolczak, der nach einem Freistoß von Julian Keseling am schnellsten schaltete und aus kurzer Distanz das verdiente 1:1 markierte.

Nach dem Wechsel dauerte es keine fünf Minuten bis zur erneuten Führung des Favoriten. Einen Kopfball von Benjamin Tillack aus kurzer Distanz wehrte Wolany noch reaktionsschnell ab, gegen Tillacks Nachsetzen war er dann aber machtlos. Postwendend aber das 2:2 durch Washausen, der den Ball aus halbrechter Position flach ins gegnerische Gehäuse schoss.

In der 67. Minute dann das Geschenk der Göttinger an die Lüneburger, die sich nicht lange bitten ließen. Als in der 73. Minute eine Rechtsflanke von Saglam in den 05-Strafraum segelte, zögerte der erst 19-jährige Wolany beim Hinauslaufen. Diese Unsicherheit nutzte Dominic Ulaga eiskalt und erzielte per Volleyschuss die Vorentscheidung zum 4:2 für den LSK. Zwar hatte der eingewechselte Grzegorz Podolczak noch die Riesenchance zur Ergebniskosmetik, aber sein Schuss aus acht Metern landete in den Armen von Keeper Wulf.

„Ein Punkt wäre für uns ein Super-Erfolg gewesen. Ärgerlich, dass wir ihn nicht geholt haben. Wichtig war die Einstellung, die stimmte, und dass die Jungs sich nicht blamiert haben“, so das Resümee von Ehrlich. (gsd)

Von Walter Gleitze

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