1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

SG Anraff/G./F. öffnet die Bar

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Stolzer Meister: Anraffs Spielführerin Daniela Wende präsentiert nach dem Sieg über Friedensdorf das Meister-T-Shirt.  Fotos: zmp
Stolzer Meister: Anraffs Spielführerin Daniela Wende präsentiert nach dem Sieg über Friedensdorf das Meister-T-Shirt. Fotos: zmp

KORBACH. Jubel bei der SG Anraff/Giflitz/Friedrichstein: Die Fußballerinnen haben sich endgültig den Titel in der Verbandsliga gesichert. Nach dem 2:1-Erfolg gegen Friedensdorf ist die Rückkehr in die Hessenliga perfekt. Niederlagen gab es dagegen für den TSV Korbach (0:4 bei Gläserzell II) und den DFC Allendorf (0:2 in Großenenglis).

Anraff/Giflitz/Friedrichstein - Friedensdorf 2:1 (1:0). „Das war eine harte Nuss. Friedensdorf hat sich hervorragend präsentiert“, zeigte sich Trainer Gisbert Ey auch nach Schlusspfiff noch angetan von der kämpferischen Einstellung seines Teams, aber auch der Gäste. „Es wurde gefightet bis zur letzten Minute. Das war ein Tanz auf der Rasierklinge auf beiden Seiten.“ Annemarie Alff war es in der ersten Halbzeit, die die Führung für die Gastgeberinnen besorgte (25.). In der Folge riskierte Friedensdorf alles, Chancen über Chancen gab es auf beiden Seiten, doch das nächste Tor wollte nicht fallen. Nach der Pause war es dann wieder Alff, die einen Abpraller zum 2:0 nutzte (51.). „Uns wollte einfach nicht gelingen, den Sack zu zumachen“, so Ey, der in den Schlussminuten noch den Anschlusstreffer durch Carmen Preisig sah (83.).

Der Coach gab zu: „Am Ende haben wir den Schlusspfiff herbeigesehnt.“ Als es soweit war, gab es kein Halten mehr, die Fans feierten den Meister. „Die Bar ist nun geöffnet. Es war unglaublich was vom Publikum da abging“, so Ey.

Großenenglis - Allendorf/E. 2:0 (1:0). „Das war eine Niederlage, die nicht sehr schmerzt, auch wenn sich das komisch anhört“, zeigte sich Trainer Jens Günsch mit der Einstellung seiner Damen zufrieden. „Die Mannschaft hat hochkonzentriert gespielt.“ Durch einen Sonntagsschuss in den Winkel durch Justine Rosek gingen die Gastgeberinnen früh in Führung (14.). Der DFC ließ sich dadurch nicht beirren und hatte kurz vor der Halbzeit bei einem Schuss ans Lattenkreuz seine größte Chance auf den Ausgleich.

Nach der Pause war es dann aber wieder Großenenglis, das durch Anna Lena Wagner den Ball in die Maschen beförderte (57.). Allendorf erspielte sich zwar auch in der zweiten Halbzeit gute Chancen, das Tor wollte allerdings nicht mehr fallen. „Die Motivation hat heute gestimmt. Auch wenn am Ende etwas die Luft ausging, alle Spielerinnen sind bis an ihr Limit gegangen“, bilanzierte Günsch.

Gläserzell II - Korbach 4:0 (1:0). Korbachs Trainer Peter Radatz war nach dem Spiel enttäuscht und kritisierte die fehlende Motivation seiner Spielerinnen. Während des gesamten Spiels hatte Korbach keine einzige echte Torchance. Gläserzells Trainer Roland Renz drückte es krass aus: „Das war das Schwächste, was ich in der Saison gesehen habe.“ Die Korbacherinnen liefen stets dem Ball hinterher, ohne selbst das Spiel zu machen. Trainer Radatz: „Meine Spielerinnen haben den Ball nicht gefordert. Sie haben sich versteckt.“

Nach einer feinen Einzelleistung von Sabrina Koll traf diese zum 1:0 (22.). Trotz Umstellung auf mehreren Positionen blieb es dabei: Mangelnde Motivation und fehlende Laufbereitschaft spielte Gläserzell in die Karten. „Im Spiel sah man ungefähr nach 20 Minuten, dass die gegnerische Mannschaft fitter wirkte und mehr lief“, so Radatz. „Wir beginnen immer ganz ordentlich, bauen dann aber massiv ab.“ So bauten Sabrina Koll (64., 87.) und Kristin Trabert (70.) das Ergebnis auf noch auf 4:0 für Gläserzell aus. (co)

Auch interessant

Kommentare