Fußball-Bezirksliga: Nörtens Lucas Duymelinck hat derzeit ein tollen Lauf

Er trifft und trifft und trifft

Luca Toni? Nach einem Treffer gegen die SG Werratal jubelt Nörtens Lucas Duymelinck hier ähnlich, wie es der Italiener im Trikot des FC Bayern München früher getan hat. Archivfoto: zij

Nörten-Hardenberg. Nach zehn Spielen in der Fußball-Bezirksliga mit seinem SSV-Nörten-Hardenberg hat Lucas Duymelinck bereits 17 Treffer auf dem Konto. Eine überragende Quote. Wir unterhielten uns mit dem Stürmer des Tabellenführers.

Herr Duymelinck, noch ein Tor und sie haben schon die Trefferzahl der gesamten vergangenen Serie erreicht. Im Moment läuft’s ganz gut, oder?

Lucas Duymelinck: Das kann man so sagen. Marko Grube hat bei uns als Trainer gute Arbeit geleistet, aber der Wechsel zu Jan Diederich hat neue Impulse freigesetzt. Er hat einen genauen Plan und versucht mit uns, sein System zu perfektionieren - bislang mit Erfolg. Persönlich mache ich nichts anders als früher, es läuft zur Zeit eben einfach.

Melvin Zimmermann, der jetzt in Northeim spielt, hat mit 45 Toren für die SVG Einbeck in der Saison 2011/12 die bisherige Bezirksliga-Bestmarke gesetzt. Muss er Angst um seinen Rekord haben?

Duymelinck: Das ist schon eine riesige Hausnummer. Ehrgeizig genug bin ich, aber da muss schon über die gesamte Saison alles passen. Wichtig ist, dass die Mannschaft Erfolg hat. Ich bin nur ein Teil davon.

Vereinsinterner Rekordtorschütze ist Nils Hillemann, der 2011/12 und 2012/13 je 23 Tore erzielte. Diese Bestmarke dürfte doch nicht mehr lange Bestand haben, oder?

Duymelinck: Na klar. Wenn alles normal läuft, sollte das klappen. Aber zunächst will ich die 18 Tore aus der letzten Saison schaffen. Ich hoffe, das gelingt mir schon am Sonntag in Bremke.

Die Treffsicherheit der vergangenen Wochen hat sicher auch Begehrlichkeiten bei anderen Vereinen geweckt. Immerhin haben Sie unter Malte Fröhlich, dem Trainer der Northeimer Eintracht, ja auch schon in der damaligen U17 des JFV Northeim gespielt.

Duymelinck: Im Moment gibt es keine Anfragen. Mit so etwas würde ich aber auch ganz gelassen umgehen. Ich konzentriere mich auf meine Aufgabe beim SSV und lasse alles andere auf mich zu kommen.

Wie gehen die Mannschaftskameraden mit ihren Toren wie am Fließband um?

Duymelinck: Wir sind eine tolle Truppe und wollen vor allem Spaß am Fußball haben. Da gibt es keinen Neid, höchstens mal einen kleinen Spaß.

Im Kindesalter haben Sie auch mal Handball gespielt. Warum dann der Wechsel zum Fußball?

Duymelinck: Das war nur ein kurzes Gastspiel bei der HSG Nörten/Angerstein. Für mich gab es eigentlich immer nur Fußball. Und das hat mein Vater sehr früh gefördert. Überhaupt haben mich meine Eltern bis heute stets in jeder Weise großzügig unterstützt. Ich bin als E-Jugendlicher zum JFC Roswitha-Stadt gewechselt. Als U17-Spieler war ich dann bei Eintracht Braunschweig zum Probetraining und wurde auch angenommen, habe mich aber für die Schule entschieden. Es war zwar dann ein Rückschritt nach Nörten in die Kreisliga zu meinen Freunden zu gehen, aber das habe ich niemals bereut.

Wenn der SSV Nörten-Hardenberg Meister werden würde und in der nächsten Saison in der Landesliga spielt, ist Lucas Duymelinck dann noch Teil der Mannschaft?

Duymelinck: Auf jeden Fall bin ich dabei! Mein Wunsch ist es natürlich schon, irgendwann mal höherklassig zu spielen. Doch auch genau das allein wäre für mich ein Grund für einen Wechsel. Geld spielt da keine Rolle. Aber mit meinen 20 Jahren muss ich noch Erfahrungen sammeln. Und das wäre in diesem Umfeld und der Spielklasse nicht verkehrt. (osx)

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