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Eisiges „Eigentor“ der 05er

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Langes Bein: Rehdens Michael Wessel (li.) stoppt im letzten Moment den Vorwärtsdrang des in der Winterpause verpflichteten RSVers Rubic Ghasemi-Nobakht. Foto: Schroeter
Langes Bein: Rehdens Michael Wessel (li.) stoppt im letzten Moment den Vorwärtsdrang des in der Winterpause verpflichteten RSVers Rubic Ghasemi-Nobakht. Foto: Schroeter

Göttingen. „Da haben wir mit unseren kleinen quirligen Spielern eine bessere Chance als der Gegner“, hoffte Jan Steiger, Manager beim Fußball-Oberligisten RSV Göttingen 05, im Vorfeld des Nachholspiels gegen den BSV Rehden und war sehr zufrieden darüber, dass die Stadt Göttingen den Platz im Jahnstadion für bespielbar erklärte. Der Schuss hingegen ging für die 05er nach hinten los. Nicht nur, dass sich lediglich 420 Zuschauer bei Minus acht Grad Celsius im weiten Rund des Jahnstadions verloren, das Spiel ging gegen den BSV Rehden auch noch mit 0:1 (0:0) verloren. „Dumm gelaufen“, war das Fazit der Göttinger dieses eisigen Sonntagnachmittags - sozusagen ein „eisiges Eigentor“.

Ärgerlich war diese überflüssige Niederlage zudem, weil die Gastgeber den möglichen Sieg fahrlässig vergaben und sich so erst einmal den Sprung ins obere Tabellendrittel abschminken können.

Beyazit verschießt Elfmeter

Zum einen verschoss 05-Torjäger Özkan Beyazit einen Foulelfmeter, als ihm das Standbein wegrutschte und der Ball weit über das Rehdener Gehäuse flog. Der aufgerückte Innenverteidiger Christian Horst war (in seinem wie bei Julian Keseling wohl vorerst letzten 05-Spiel wegen ihrer Sperren nach dem NFV-Urteil in der vergangenen Woche) nach einem Eckball bei einem Kopfballversuch im gegnerischen Strafraum umgestoßen worden. Und nur drei Minuten später vergab der erst kurz zuvor eingewechselte Sebastian Ghasemi-Nobakht bei seinem ersten Ballkontakt eine Riesentorchance, als er das Leder freistehend ganz knapp links am gegnerischen Tor vorbeizirkelte.

„Unser Torwart Koch hatte nicht einen gefährlichen Torschuss des Gegners zu halten gehabt. Mit einem Schuss machen die Rehdener dann den Sieg fest“, verstand 05-Trainer Jozo Brinkwerth die Fußball-Welt nicht mehr. „Wir müssen uns aber an die eigene Nase fassen. Uns hat einfach die Torgeilheit gefehlt, und nach unseren vergebenen Chancen hatte es sich angedeutet, dass das in die Hose geht“, so Brinkwerth weiter.

Dabei hatte sich Rehdens einzige nominelle Spitze Francis Banecki quasi mit dem Pausenpfiff noch eine saublöde Gelb-Rote Karte wegen Meckerns eingehandelt, so dass die 05er 45 Minuten lang in Überzahl agierten, damit aber zu wenig anzufangen wussten.

Am Ende war der Sieg des BSV nicht einmal unverdient aufgrund der durchdachteren Spielanlage. Zudem waren die Gäste immer einen Schritt schneller am Ball, so dass die Zuschauer das Gefühl hatten, der BSV Rehden spiele in Überzahl. (gsd)

Von Walter Gleitze

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