Hessenliga: Großenenglis empfängt im letzten Spiel des Jahres gebeutelte Zierenberger

Brisantes Derby steht an

Noch einmal kämpfen: Großenenglis-Defensivspezialistin Jennifer Käßner (rechts) muss die nicht immer sattelfeste Abwehr organisieren. Foto: Hahn

Großenenglis. Ein Derby mit brisanten Vorzeichen: Im Nordhessenduell der Frauenfußball-Hessenliga zwischen dem TuS Viktoria Großenenglis (8.) und dem TSV Zierenberg (9.) treffen zwei Teams in einer richtungsweisenden Partie um den Klassenerhalt aufeinander (Samstag, 14 Uhr). Denn nicht nur die hochgehandelten Gäste stecken nach einer enttäuschenden Saison im Tabellenkeller fest. Auch die über weite Strecken der Hinrunde furios aufspielenden Gastgeberinnen müssen sich aufgrund vier Niederlagen in Folge nach unten orientieren.

Viktoria-Trainer Manuel Mrosek schiebt den Druck dem Gegner zu: „Der TSV hat nicht damit gerechnet, gegen den Abstieg zu spielen. Für sie ist das eine ungewohnte Situation. Wir sind mit 15 Punkten im Soll.“ Trotzdem muss der TuS aufpassen, dass er bei nur vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone nicht weiter zurückfällt. Dem ist sich Mrosek bewusst und glaubt an ein Aufbäumen von Justine Rosek, Julia Faupel und Co. im letzten Spiel des Jahres. „Wir sind heiß auf Zierenberg und wollen unbedingt gegen einen direkten Konkurrenten siegen“, so die Kampfansage des Coaches, dem bis auf Johanna Pospich alle Akteurinnen zur Verfügung stehen.

Die anstehende Winterpause kommt für die Heimelf wie gerufen, denn bei den zum Teil klaren Niederlagen gegen die Top-Teams Frankfurt, Rüsselsheim und Gläserzell sowie Abstiegskandidat Marburg präsentierte sich die Abwehr um Jennifer Käßner und Mareike Wanner nicht mehr so konzentriert wie zu Saisonbeginn. Ebenso wurde die Torgefährlichkeit der Offensive - ausgenommen die zuletzt treffsichere Sophie Trost - in den vergangenen Partien vermisst.

Eine ähnliche Situation lässt sich bei den Warmetalerinnen vorfinden, die gegen Kellerkind Mittelbuchen und Bornheim zwei Pleiten nacheinander kassierten. Und damit Interimstrainer Mateusz Zakrzewski keinen erfolgreichen Einstand bescherten. Der bisherige Co-Trainer übernahm den Posten von René Wiegand, der berufsbedingt keine Zeit mehr hatte.

Ein wesentlicher Grund für die Ergebnismisere ist der Ausfall von sieben wichtigen Spielerinnen, wodurch die B-Juniorinnen Lena Krause, Kim-Aileen Schade und Gianna Zachan schon früh Verantwortung übernehmen mussten. (fs)

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