Hessenliga: Viktoria steigert sich und siegt im Derby gegen Zierenberg mit 3:1

Faupel gibt das Signal

Dynamisch: TuS-Antreiberin Mareike Wanner (rechts) lässt in dieser Szene die Zierenbergerin Sarah Landinghoff stehen. Am Ende bejubelte der Aufsteiger einen 3:1-Derbysieg. Foto: Hahn

GROSSENENGLIS. Eine Halbzeit verbissen gekämpft und dann kontinuierlich gesteigert: Das war das Erfolgsrezept des TuS Viktoria Großenenglis, mit dem der heimische Fußball-Hessenligist im Nordhessen-Derby gegen den TSV Zierenberg einen verdienten 3:1 (2:1)-Sieg feierte.

Dabei avancierte eine blendend aufgelegte Kapitänin Julia Faupel zum Dreh- und Angelpunkt des Spiels der Gastgeberinnen. Und war darüberhinaus Torschützin zum wichtigen 2:1 kurz vor dem Pausentee, als Nadine Raue geschickt per Abpraller vorgelegt hatte (45. + 2).

Was sich in den letzten Minuten der ersten Halbzeit bereits andeutete, setzte sich mit Beginn der zweiten Spielhälfte fort: die zunehmende Dominanz des neuen Tabellenvierten. „Wir haben spielerisch zugelegt und jede ist noch mehr gelaufen für die andere“, beschrieb Faupel die Steigerung ihrer Elf nach dem Wechsel.

Nachdem Mareike Wanner (66.) und Luisa Winter (68.) noch zwei hochkarätige Chancen ausgelassen hatte, beförderte Jana Schwaab nach einem Raue-Eckball das Leder zum beruhigenden 3:1-Vorsprung in die Maschen (69.). Danach scheiterten Faupel (71.) und Winter (83.), was aber nicht weiter ins Gewicht fiel, weil die ersatzgeschwächten Gäste kaum mehr gefährlich vor dem TuS-Tor auftauchten. „Wir konnten die vielen Ausfälle nicht kompensieren“, erklärte Zierenbergs Trainer Mateusz Zakrewski.

Was jedoch nicht für die erste Spielhälfte galt. Denn da boten die Spielerinnen um Kapitänin Sarah Davis durchaus Gleichwertiges. Und glichen die 1:0-Führung der Viktoria durch Sophie Trost nach einem Winter-Querpass (9.) nur wenig später aus: Sarah Landinghoff-Schmidt verwandelte einen von Torsteherin Nadine Mündel an der Torschützin verursachten Foulelfmeter zum 1:1 (12.). Während die Gäste noch den Roten Karton für die Torhüterin forderten, war unmittelbar zuvor der mögliche Strafstoßpfiff des Schiedsrichters bei einer Attacke an Julia Faupel ausgeblieben (11.). Genau die setzte schließlich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das Signal eine weitgehend überlegen geführte zweite Halbzeit. Stets spielerische Lösungen suchend gelang dem Neuling damit ein perfekter Jahresabschluss. • TuS: Mündel - Siemon, Wanner, Stemmler - Rosek, Jäger, Faupel - Winter (88. Zimmer), Schwaab (86. Balica), Faupel - Raue (83. Dietrich). TSV: Bürgel - Weiß, Geppert, Davies, Schmand - Landinghoff-Schmidt, Zachan - Schade, Rudat, Krause - Schmidt. SR: Wollrath (Rotenburg/Fulda). Z: 100. Tore: 1:0 (9.) Trost, 1:1 (12.) Landinghoff-Schmidt (FE), 2:1 (45. + 2) Faupel, 3:1 (69.) Schwaab.

Von Bernd Knauff

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