Viktoria: Wanner sorgt mit verwandeltem Strafstoß für 2:1-Sieg

Glücklich zur Kirmes

Jubel über das 1:0: Viktoria-Torschützin Julia Faupel (Mitte) wird von Lea Unzicker, Jana Schwaab, Rojin Balica und Isabell Zimmer geherzt. Foto: Hahn

Großenenglis. Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel keine Grenzen. Die Spielerinnen vom TuS Viktoria Großenenglis stürmten zu Siegtorschützin Mareike Wanner und stimmten gemeinsam mit Trainer Manuel Mrosek ein Kirmeslied passend zum Großenenglisser Dorffest an. Zuvor hatte der heimische Fußball-Hessenliga nach hart umkämpften 90 Minuten mit acht gelben Karten den MFFC Wiesbaden mit 2:1 (1:1) besiegt, wodurch der Aufsteiger auf den auf den zweiten Tabellenplatz vorrückte.

Anders als zuletzt begann die ohne fünf Stammspielerinnen - darunter Spielgestalterin Justine Rosek - angetretene Mrosek-Elf von Beginn an konzentriert und schlug mit der ersten Torchance eiskalt zu. Die durchstartende Julia Faupel nahm einen Steilpass von Jana Schwaab auf und schob den Ball an Gäste-Torfrau Svenja Rode vorbei zur 1:0-Führung ein (7.). Danach bestimmten die Borkenerinnen die Begegnung und waren bei Chancen von Nadine Raue (16.) und Faupel (27.) einem weiteren Treffer nah.

Die Gäste traten offensiv kaum in Erscheinung und brachten die Abwehr um Rückkehrerin Jennifer Giehl nicht in Bedrängnis. Umso überraschender das 1:1, als Isabel Zimmer eine Flanke von Stephanie Jarosch nicht verhindern konnte und Pelin Baran den Ball über die Linie drückte (30.). Rojin Balica hätte die Viktoria postwendend wieder in Führung bringen können, doch ihr Fernschuss streifte über die Latte (31.).

Nach dem Wechsel schlichen sich ins Spiel der Heimelf einige Ungenauigkeiten ein. „Da hat sich gezeigt, dass die Mannschaft noch nie in dieser Formation zusammen gespielt hat“, analysiert Mrosek. Davon profitierte der südhessische Aufsteiger, der aber seine Möglichkeiten - ein Jarosch-Freistoß (52.) und ein Fernschuss von Nikola Ebrecht (60.) - vergab.

Ein Hochkaräter von Schwaab, die fünf Meter vor dem Tor scheiterte (70.), läutete dann eine spannende Schlussphase ein. Mit dem glücklicheren Ende für den TuS: Einen Faupel-Abschluss hielt Torfrau Rode nicht fest und foulte anschließend die eingewechselte Lara Wessel. Den fälligen Strafstoß versenkte Wanner nervenstark (80.) und entschied damit nicht nur die Begegnung, sondern sorgte auch für blendende Stimmung auf der Kirmes. • Viktoria: Kaiser - Dietrich, Zimmer, Giehl (46. Stemmler), Käßner - Unzicker, Wanner, Schwaab - Balica (46. Wessel), Raue, Faupel. Wiesbaden: Rode - Haus, Godmann, Bauer, J.Hess - Martin, Ocak, Baran (61. Nicolai), Ebrecht - Kagel (61. M.Hess), Jarosch (67. Jansen). Tore: 1:0 Faupel (6.), 1:1 Baran (30.), 2:1 Wanner (80.) SR: Mittermüller (Baunatal).

Von Fabian Seck

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