Frauenfußball-Hessenliga: Warmetalerinnen von Trainer Renè Wiegand gewinnen 2:1 gegen Marburg

Zierenberg feiert Kim Schade

Da kam Freude auf: Zierenberg feiert die Siegtorschützin Kim Aileen Schade (Dritte von links) beim 2:1-Heimerfolg gegen die Sportfreunde Marburg. Foto: Michl

Zierenberg. Nach dem Schlusspfiff führten die Zierenbergerinnen wegen ihrer mit 2:1 (1:1) gewonnenen Heimpartie der Frauenfußball-Hessenliga gegen die Sportfreunde Marburg wahre Freudentänze auf. Während die gegnerischen Spielerinnen noch fast eine Viertelstunde lang regungslos auf dem Rasen saßen und die Welt nicht mehr verstanden. Da spendete ihnen auch das Fazit von TSV-Trainer Renè Wiegand wenig Trost, der natürlich seine Elf über den Klee lobte, aber auch den Kickerinnen aus der Universitätsstadt an der Lahn eine tolle Leistung bescheinigte. „Es war ein Spiel auf Messers Schneide. Wenn Marburg einen Punkt mitgenommen hätte, hätten wir uns auch nicht beklagen können“, sagt Wiegand.

Ähnlich sah es sein Sportfreund-Kollege Clemens Drescher: „Wir besaßen über weite Strecken nicht nur ein optisches Plus, sondern hätten den Chancen nach auch den Sieg einfahren können.“

In der Tat: Zierenberg auf mehreren Positionen umgestellt, kam zu Beginn nicht richtig in Tritt und konnte froh sein, dass dies nur Theresa Goy (14.) mit dem Marburger Führungstreffer bestrafte.

Dieses Tor wirkte jedoch bei den Warmetalerinnen wie ein Weckruf. Über Kampf und Lauffreude fanden sie immer mehr ihren Rhythmus, erarbeiteten sich auch einige gute Einschussmöglichkeiten, die aber allesamt leichtfertig verschenkt wurden.

Bis auf eine Ausnahme. Als Julia Kanngießer einschussbereit von der Marburger Torhüterin von den Beinen geholt wurde, nutzte Sarah Landinghoff-Schmidt (41.) den fälligen Strafstoß zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und gleichzeitigen Pausenstand.

Auch nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften einen verbissenen Schlagabtausch – jede Elf hätte den Chancen nach das Signal auf Grün stellen können. Die wohl beste Möglichkeit hatte die Marburgerin Theresa Schmidt (55.) allein vor Torhüterin Sabrina Bürgel stehend. Die aber riskierte Kopf und Kragen und plückte ihrer Gegenüber das runde Spielgerät vom Schuh.

Der anschließende weite Abschlag von Bürgel fand den Kopf von Julia Kanngießer, die den Ball sofort in den Lauf von Kim Aileen Schade weiterleitete. Doch diese brachte das Kunststück fertig, den eigentlich leeren Kasten zu verfehlen.

Zehn Minuten später gab es eine ähnliche Situation. Julia Kanngießer schickte Schade (65.) auf die Reise – diesmal behielt sie die Nerven und ließ Marburgs Torwärtin Janina Jansen keine Abwehrchance und erzielte das 2:1. Natürlich versuchten die Gäste das Blatt noch zu wenden, doch Torfrau Bürgel und ihre Vorderleute ließen nichts mehr anbrennen.

Von Reinhard Michl

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