Zierenberg im Pokal eine Runde weiter

Im Doppelpack: Gianna Zachan (rechts) erzielte zwei Treffer beim Zierenberger 3:1-Hessenpokalsieg in Schierstein. Damit zogen die Warmetalerinnen in die nächste Runde. Archiv-Foto: Michl

Zachan Zweifach-Torschützin beim 3:1-Sieg in Schierstein

Wiesbaden. Na bitte, es geht doch. Der zuletzt in der Frauenfußball-Hessenliga arg gebeutelte TSV Zierenberg kann doch noch gewinnen. Die Warmetalerinnen meisterten als Regionalpokalsieger in der ersten Runde des Hessenpokals die Hürde beim tieferklassigen 1. FSV Schierstein souverän mit 3:1 (2:1) und lösten damit die Fahrkarte für die nächste Runde, die aber erst nach der Winterpause gespielt wird.

Mit dem Sieg in der hessischen Landeshauptstadt bereiteten die Zierenbergerinnen ihren Interimstrainer Mateusz Zakrzewski ein wunderschönes Abschiedsgeschenk, für ihn war es nämlich die letzte Partie als Verantwortlicher der TSV-Ersten.

Rückstand nach elf Minuten

Dabei fing es eigentlich gar nicht gut an für Zierenberg. In den ersten 20 Spielminuten bekam die Zakrzewski-Elf auf dem für sie ungewohnten Kunstrasenplatz so gut wie keinen Zugriff auf das Spiel und den Gegner. Schierstein setzte hier die Akzente und ging durch Viviana Heise (11.) nicht unverdient in Führung. Mehr ließ die TSV-Defensive jedoch nicht zu.

Als Gianna Zachan (23.) nach einem herrlichen Solo durch die gesamte Gastgeberabwehr marschierte und den 1:1-Ausgleich erzielte, fanden die Zierenbergerinnen immer besser in das Geschehen und nahmen das Heft in die Hand. Der Lohn: zum psychologisch richtigen Zeitpunkt, nämlich fast mit dem Pausenpfiff, brachte Kim Aileen Schade (45.) die Warmetalerinnen in Führung. Die kurz vorher Gianna Zachan vergab, als sie „im Eins-gegen-Eins“ gegen die Schiersteiner Torfrau nerven zeigte.

Nach dem Seitenwechsel blieb der TSV weiter am Drücker und stellte früh durch den zweiten Tagestreffer von Gianna Zachan (59.) zur 3:1-Führung das Signal auf Grün. Die Wiesbadenerinnen hatten nun nicht mehr viel dagegenzusetzen, konnte froh sein, dass Zierenberg wie schon in Durchgang eins mehrere hochkarätige Chancen leichtfertig und sträflich versemmelte. Diese Abschlussschwächen hätten leicht ins Auge gehen können. Denn bei einem Schiersteiner Konter musste TSV-Torwartin Sabrina Bürgel schon Kopf und Kragen riskieren, um den Zwei-Tore-Vorsprung zu halten.

Zierenberg: Bürgel - Weiß, Makel (57., Schmidt), Landinghoff-Schmidt, Geppert, Davies, Schlieper (71., Gerhardt), Krause, Rudat, Zachan, Schade. (zih)

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