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Fußball-Oberliga: 05 trotzt dem Spitzenreiter

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In Kung Fu-Manier: Glück hat Göttingens Patric Förtsch (li.), dass der Goslarer „Kung Fu“ Corvin Behrens bei diesem Scherenschlag ihn nicht am Kopf trifft. Foto: Jelinek

Göttingen. So recht konnte sich Jozo Brinkwerth nicht entscheiden, ob er nun mit dem 1:1 (0:0) gegen den Goslarer SC 08, immerhin Spitzenreiter und heißer Anwärter auf die Meisterschaft in der Fußball-Oberliga Niedersachsen, zufrieden sein konnte oder sich darüber ärgern sollte, dass es letztlich nicht zu einem Sieg gereicht hat.

Eines aber hat diese Partie nachhaltig unterstrichen. Das vom RSV-Trainer neu ausgebene Ziel des einstelligen Tabellenplatzes ist beileibe nicht zu hochgegriffen, sondern dürfte durchaus der Realität entsprechen.

Die fast 1300 Zuschauer im sonnendurchfluteten Jahnstadion bekamen in einem sehr guten Spiel einige Leckerbissen präsentiert. Goslar zeigte, warum es nicht umsonst diese Liga anführt, die Göttinger machten nachhaltig deutlich, gegen die „Großen“ in dieser Liga zweifellos mithalten, mit ihnen auf Augenhöhe mitspielen zu können.

RSV-Chancen zur Führung

Bereits nach fünf Minuten hatte RSV-Torjäger Özkan Beyazit die Chance zur Führung, als er von Erkan Coskun, nach Nico Grimaldis Trauerfall in die Mannschaft gerutscht, sehr schön freigespielt wurde, das Leder aber am Tor vorbeischoss. Nur sieben Minuten später musste sich Goslars Keeper Nico Lauenstein bei einem Distanzschuss von Daniel Washausen ganz lang machen, um den Ball um den Torpfosten zur Ecke zu lenken. Und nur drei Minuten später traf Marko Siric ebenfalls aus der Distanz nur den rechten GSC-Torpfosten. Die Gäste durften sich zu diesem Zeitpunkt nicht beschweren, nicht in Rückstand geraten zu sein. Innerhalb von nur zehn Minuten aber rettete Göttingens Torwart Dennis Koch zweimal glänzend, als Justin Eilers allein vor ihm auftauchte (25.) und auch Corvin Behrens freistehend an Koch scheiterte. Zwei Freistöße aus aussichtsreichen Positionen konnten die Göttinger bis zur Pause aber nicht nutzen, beide Male landete der Ball in der Goslarer Mauer.

„Schade, der Führungstreffer hat gefehlt, zumal wir Goslar richtig hart gefordert haben“, trauerte Brinkwerth den ausgelassenen Torchancen nach. Dabei verhehlte er aber nicht, dass die Gäste eben auch ihre Möglichkeiten hatten. „Da hätte zur Pause schon ein 2:2 stehen können“, so der RSV-Coach.

Etwas überraschend dann das 1:0 für Goslar, als der Ex-Northeimer Muhamed Alawie in der 63. Minute nach einem langen Einwurf und Kopfballverlängerung direkt abzog und Koch, dem die Sicht versperrt war, keine Abwehrchance ließ. Mit Erdem Kazan und Yahya Timocin wechselte Brinkwerth quasi den Punkt ein. Kazan auf Timocin, dessen Flanke Lukas Zekas am langen Pfosten direkt annahm und ins lange Toreck traf. (gsd)

Von Walter Gleitze

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