Auffälligkeiten der Fußball-Gruppenliga: Bubi-Sturm zaubert in Mengsberg – Hastrich-Elf hat Ladehemmung

Graf führt Kirchberg an die Spitze

Trifft kaum noch: Immichenhain/Ottraus Tobias Itzenhäuser (vorne). Foto: Hahn/nh

Schwalm-Eder. Mehr als die Hälfte der Hinrunde in der Fußball-Gruppenliga ist schon vorbei und die Serie hat schon für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Hier sind unsere vier Auffälligkeiten. Die Erfolgreichen

Die SG Kirchberg/Lohne und der TSV Mengsberg teilen sich die Tabellenspitze, wobei vor allem der Erfolg der Mannschaft von Halil Inan überrascht. Seit Jahresbeginn fuhr das Team um Torjäger Paul Graf (traf schon 16 Mal) 54 Punkte ein. Der frühere Hessenliga-Spieler befindet sich in seinem gefühlt achten Frühling, wofür sein Trainer eine Erklärung hat. „Paul trainiert auf die Bundeswehr-WM im Januar hin. Er ist topfit und hängt sich auch in jedem Training voll rein“, lobt Inan seinen Führungsspieler. Ebenfalls die beste Saison der Vereinsgeschichte legt die SG Brunslar/Wolfershausen hin, die derzeit im oberen Tabellenmittelfeld platziert ist. Dabei hat Trainer Nico Röhn immer noch den Klassenerhalt zum Ziel. Nach drei Jahren auf dem 13. Platz und einer Saison auf dem 10. Rang, stehen mit derzeit 19 Punkten die Aussichten auf das sechste Gruppenliga-Jahr in Folge gut. Jugend darf ran

Nach dem Verlust von gestandenem Stammpersonal hat Trainer Mario Selzer beim TSV Mengsberg viel Vertrauen in seine junge Garde gesetzt. Und wurde von Dennis Dorfschäfer (7 Tore, 4 Vorlagen), Felix Gies (7/1) und Maximilian Sack (5/4) dafür schon reichlich belohnt. Ähnlich Erfreuliches gilt für Brunslar/Wolfershausen, wo Sören Hohmann, Lukas Tippel, Yannik Grenzebach und Leon Folwerk sich schon zeitig zu Stammspielern gemausert haben. Dagegen warten in Homberg die Talente um Johannes Binder, Marc Mühlberger, Stefan Graf, Alexander Depperschmidt und Hannes Seitz noch auf den Durchbruch. Die Minimalisten

11 Spiele, sechs Tore, aber sieben Punkte stehen auf der Habenseite der SG Immichenhain/Ottrau. Im Vorjahr wurde zwar mit derselben Taktik schon erfolgreich versucht, die Klasse zu halten. Dieses Jahr aber hat der Sturm Ladehemmung. So hat der in der vergangenen Saison achtmal erfolgreiche Sergej Lichonin noch kein einziges Mal getroffen. Auch Zehn-Tore-Mann Tobias Itzenhäuser traf erst einmal. Roman Bernhardt jubelte als einziger Immichenhainer bereits zweimal. Aber das ist natürlich zu wenig und bedeutet vorerst einen Abstiegsplatz für die Mannschaft von Helge Hastrich. Probleme der Aufsteiger

Eigentlich ist für den Aufsteiger immer das zweite Jahr das schwerste. Nun scheinen in der Gruppenliga die Uhren anders zu ticken. Denn dort stellen die Neulinge die Schwierigkeiten bereits in der ersten Saison fest. Wie in diesem Jahr der FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz, der damit in guter Gesellschaft ist. Denn in den letzten drei Jahren mussten mit Ense/Nordenbeck, Korbach II, Beiseförth/Malsfeld, Edermünde und Buchenberg fünf Clubs die Gruppenliga gleich im ersten Jahr wieder verlassen. Und nach nur zwei Punkten bisher droht dieses Schicksal in der laufenden Saison auch dem Kreisoberliga-Meister.

Von Bernd Knauff

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