Was war denn da los? Kirchberg/Lohne trifft neunmal

Halil Inan zitterte beim Spiel gegen Altenlotheim etwas

Hat gut lachen: Kirchberg/Lohnes Trainer Halil Inan. Foto: nh

Kirchberg. Für reichlich Gesprächsstoff sorgt derzeit Fußball-Gruppenligist SG Kirchberg/Lohne. Die Mannschaft ist nicht nur Tabellenführer, sondern lieferte sich beim TSV Altenlotheim ein denkwürdiges Spiel. Endergebnis: 9:5 (6:1) für Kirchberg/Lohne. Was war denn da los?

„Ich habe noch nie ein Spiel mit fünf Gegentoren gewonnen“, sagte SG-Coach Halil Inan. Dabei konnte sich der Trainer in der Halbzeit eigentlich zurücklehnen. 6:1 führte sein Team bereits. „Ich habe den Jungs aber gesagt, sie sollen nicht nachlassen, denn ich habe in Altenlotheim schon verrückte Dinge erlebt“, so Inan. Sein Team hielt sich daran, Dominik Heldmann traf nach einer Stunde zum 7:1.

Alles schien auf einen Kantersieg hinauszulaufen und die SG agierte nicht mehr ganz so konzentriert. Die Folge: Nach dem 2:7, 3:7, 3:8 und 4:8 stand es plötzlich nur noch 5:8, auch weil Altenlotheim in der Zwischenzeit noch einen Elfmeter verschossen hatte. „Ich musste den Linienrichter mehrmals nach dem Spielstand fragen“, erinnerte sich Inan, der immer nervöser wurde. Erst als die Nachspielzeit angezeigt wurde und Heldmann noch einen weiteren Elfmeter verwandelte, hellte sich seine Miene wieder auf.

„Am nächsten Tag bekam ich Nachrichten, ob wir Handball gespielt oder ein Elfmeterschießen ausgeführt hätten“, sagt Inan lächelnd. Weniger zu lachen hatte sein Gegenüber Günther Eisenmann, der Torwart Tobias Knoche in seinem ersten Gruppenligaspiel in Schutz nahm: „Unsere Abwehr hat versagt.“

Das Ergebnis passt zum guten Lauf der Inan-Elf. Seit Jahresbeginn hat die Mannschaft 54 von möglichen 78 Punkten geholt und krönt die bis dato erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte jetzt mit dieser kuriosen Geschichte.

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