Fußball-Gruppenliga: Heute steigt Kreisderby zwischen Hombressen/Udenhausen und Calden/Meimbressen

Beide schieben Favoritenrolle weg

Genießt Respekt bei den Gastgebern von Hombressen/Udenhausen: Dort ist die Gefährlichkeit von Calden/Meimbressens Marc Zuschlag auch bekannt. Foto:  Hofmeister

Udenhausen. Bevor heute Abend um 19 Uhr in der Fußball-Gruppenliga das Derby zwischen der SG Hombressen/Udenhausen und der SG Calden/Meimbressen angepfiffen wird, schieben beide Trainer die Favoritenrolle von sich weg. Sowohl Tobias Krohne (Hombr./Udenh.) als auch sein Kollege Jens Alter (Calden/M.) haben großen Respekt vor dem gegnerischen Team und sehen die eigene Mannschaft nicht zwingend als Sieganwärter.

Krohne spricht vor der Partie von einer schweren Aufgabe. „Calden/Meimbressen spielt einen sehr effektiven Fußball. Sie sind sehr robust im Zweikampf, überbrücken das Mittelfeld sehr schnell und sind mit zwei, drei Stationen vorm gegnerischen Tor. Vor allem müssen wir auf die schnellen Flügelspieler Utsch und Zuschlag achten“.

Jens Alter hebt aufgrund der eigenen Verletzungsmisere den Gastgeber auf den Favoritenschild: „Udenhausen/Hombressen ist kein gewöhnlicher Aufsteiger, das ist keine Eintagsfliege. Sie haben junge, gut ausgebildete Spieler wie Nils Hofmeyer, der bei uns letzte Saison auch hervorragend eingeschlagen ist. Ich bin zudem überrascht, wie clever die Mannschaft spielt. Das sind charakterlich gute, schlaue Jungs, die zusammenhalten. Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen. Oft heißt es, ‚Du musst nur den Lohne ausschalten‘. Aber das ist falsch, dann macht ein anderer das Tor“.

Tobias Krohne schätzt am Gast aus Calden deren Routine: „Das ist eine sehr erfahrene Mannschaft, sie spielen aus einer guten Grundordnung.“. Das sieht sein Kollege ähnlich: „Wir müssen unsere Erfahrung und unsere Kampfbereitschaft in die Waagschale werfen. Da muss ein erfahrener Spieler wie Tommy Schindewolf vorneweg gehen.“

Personell geht die SG Hombressen/Udenhausen mit deutlichen Vorteilen ins Rennen. „Der eine oder andere hat noch kleine Blessuren vom Spiel in Wattenbach, bis zum Anstoß sollten aber alle fit sein.“ vermeldet der Trainer der Heimmannschaft. Sein Pendant auf Seiten des Gastes klagt hingegen über den Ausfall von gleich acht Spielern. Mit Knoll, Dürrbaum, Holst, Krätschmer, Schardt, Ortega, Krone und Heckmann fallen nicht nur Leistungsträger aus, sondern auch alle Spieler, die in der Viererkette außen spielen könnten.

Jens Alter hätte die Partie aufgrund der vielen Verletzten „gern zwei Wochen später“ gesehen. „Wir konnten zuletzt immer nur mit acht, neun Leuten trainieren. Daher wird uns Udenhausen/Hombressen läuferisch überlegen sein. Die Zuschauerunterstützung ist ein weiterer Vorteil für sie. Dennoch freuen wir uns auf das Spiel und nehmen den Kampf an. Durch die Tabellensituation, die große Kulisse und das neue Flutlicht ist ein schöner Rahmen gegeben. Ich erwarte ein faires und ansehnliches Spiel“.

Das sieht Krohne ähnlich. Trotz Derby und seiner eigenen Caldener Vergangenheit „geht es auch in dem Spiel nur um drei Punkte“. Um diese Punkte zu gewinnen, „müssen wir mannschaftlich geschlossener auftreten und kompakter spielen als in Wattenbach, wo wir zuviel zugelassen haben“, hat er am vergangenen Wochenende Defizite in der Defensive festgestellt.

Das Kreisderby beschließt die Vorrunde in der Gruppenliga. Unabhängig vom Ausgang des heutigen Spiels ziehen beide Trainer ein überaus positives Zwischenfazit der ersten Saisonhälfte. Jens Alter ist aufgrund der vielen Verletzungsprobleme mit Platz vier und 29 Punkten ebenso zufrieden („Ich ziehe meinen Hut vor der Mannschaft“) wie sein Gegenüber Tobias Krohne, der stolz auf die vor der Saison nicht für möglich gehaltene Bilanz von 31 Punkten aus 14 Spielen bei nur einer Niederlage ist: „Absolut positiv, wir haben eine sensationelle Vorrunde gespielt, waren sensationell konstant.“ (zjb)

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