Was war denn da los? Warum Wattenbach 2:8 unterlag

Wattenbach erlebt großes Debakel

Ausgerutscht: Der TSG Wattenbach mit Moritz Murawski kassierte acht Gegentore. Foto: Hedler

Wattenbach. Sie standen mit elf Mann auf dem Platz. Sie hatten sich in den bisherigen Gruppenligaspielen meist ordentlich verkauft. Sie trafen auch nicht auf eine Übermannschaft. Dennoch erlebten die Fußballer des TSG Wattenbach zu Hause gegen den SV Reichensachsen ein 2:8-Debakel. Was war denn da los?

Es hatte gut begonnen für die Söhrewalder. Durch Lukas Illian gingen sie 1:0 in Führung (17.). Doch nur zwei Minuten darauf fiel der Ausgleich. Es war der Anfang vom Ende. Bis zur Pause lag der TSG schon 1:4 hinten. Nach weiteren vier Gegentoren in der zweiten Hälfte traf Philipp Sondermann zum 2:8-Endstand.

„Bis zum 1:1 war das Spiel ausgeglichen. Die schnellen Gegentore haben uns das Genick gebrochen. Später haben wir nicht mehr mit voller Überzeugung gegengehalten“, befand Kapitän Moritz Murawski. Heiko Rose, der den beruflich verhinderten Trainer Michael Pfannkuch vertrat, erlebte einen deprimierenden Einstand. „Das war schon eine besondere Erfahrung in meiner Fußballkarriere. Der Frust saß tief, auch bei den Jungs. Ich habe noch versucht, Ruhe reinzubringen, aber das war zu schwer“, sagte das Wattenbacher Urgestein. Kleiner Trost für ihn: Auch die Mannschaften hinter dem seit vier Spielen sieglosen TSG unterlagen. Der Abstand zu den Abstiegsplätzen beträgt weiterhin sieben Punkte. Und schließlich gastieren die Wattenbacher am Freitag beim SV Weidenhausen II. Der erzielte mit neun Toren die wenigsten der Liga.

Zudem besteht Hoffnung, dass der von Florian Gaiser vertretene, schmerzlich vermisste Schlussmann Lukas Perzel nach einer Verletzung zurückkehrt. Sicher zurück wird dann Michael Pfannkuch sein. Als er telefonisch vom Ergebnis erfuhr, war der Trainer „wie vom Donner getroffen“. Das Gespräch suchen wollte er nicht sofort, sondern erst am gestrigen Montag. „Ich musste das erst mal sacken lassen. Wir haben ja noch ein paar Tage zur Aufarbeitung und Gott sei Dank bis zum Freitag nicht zu viel Zeit zum Nachdenken.“

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