Namensvetter aus Vellmar unterläuft Missgeschick

Ein Eigentor von Boateng in Kaufungen: Was war denn da los?

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Sein Name sorgte in Kaufungen für Gesprächsstoff: Bayern-Profi Jerome Boateng (rechts), dessen Namensvetter Eric Boateng (links) beim OSC Vellmar spielt.

Kassel. Boateng? Eigentor? Was hat der Innenverteidiger des FC Bayern in Nordhessen verloren? Wir fragten nach: Was war denn da los?

„68. Spielminute, neuer Spielstand 8:0 für unsere Mannschaft. Eigentorschütze war der Spieler mit der Nummer 17, Boateng“. So schallte es aus dem Lautsprecher im Kaufunger Lossetalstadion.

Natürlich war es nicht Nationalspieler Jerome Boateng, der am Sonntag bei der 1:8 (0:3)-Niederlage des OSC Vellmar II in der Gruppenliga auf dem Platz stand, sondern ein 26-jähriger Namensvetter. Der Ghanaer Eric Boateng spielt nämlich seit Saisonbeginn für die Mannschaft von Trainer Thomas Bartel.

Boateng, der von seinem Coach als angenehmer, wissbegieriger und witziger Teamplayer beschrieben wird, wird eigentlich ständig auf seinen Namen angesprochen und sieht dies sehr locker: „Bei Vielen ist das einfach die Grundlage für ein gutes Gespräch“, freut er sich sogar darüber. „Ja, so einen wie Jerome, den möchte man gern zum Freund haben. Als Vorbild taugt er allemal“, spricht er voller Begeisterung vom deutschen Nationalspieler.

Eric Boateng selbst arbeitet als Werbetechniker, ist liiert und vom Sport grundsätzlich begeistert. „Wenn wir nicht dreimal in der Woche trainieren würden, würde ich mich im Fitnessstudio fit halten“, sagt er zu seinen Freizeitaktivitäten. Für seine Mannschaft wünscht er sich den erhofften Erfolg und sagt: „Leider werden wir für den Aufwand, den wir betreiben, nicht belohnt.“ Er lobt den Teamgeist und die Arbeit seiner Trainer Bartel und Alfred Igel. Boateng wird im Gegensatz zum Nationalspieler auf seiner Lieblingsposition rechtes oder linkes offensives Mittelfeld eingesetzt und wartet derzeit auf seine Einbürgerung.

Hattrick in fünf Minuten

Hattrick in nur fünf Minuten: Tobias Boll.

Aber nicht nur Eric Boateng sorgte beim 1:8 für Schlagzeilen. Auch ein anderer Spieler machte in der torreichen Partie nicht zum ersten Mal in dieser Saison auf sich aufmerksam: Tobias Boll. Der 19 Jahre alte Torjäger des neuen Tabellendritten SV Kaufungen war erneut dreimal erfolgreich. Wie schon beim 8:0-Sieg gegen Weidenhausen, als er viermal traf und dabei einen Hattrick erzielte, schlug er nun wieder mehrfach zu. Diesmal gelang ihm ein Hattrick sogar innerhalb von nur fünf Minuten. Die Torjägerliste führt er jetzt mit bereits 13 erzielten Toren an.

Von Horst Schmidt

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