Aufsteiger zeigt sich von Pleite gut erholt

Heiligenrode schockt mit 4:1 Sandershausen

Kaum in den Griff zu kriegen: Der zweifache Heiligenröder Torschütze Christian Rümenap (rechts) kommt in dieser Szene zum Torschuss. Die Sandershäuser Bruno Luis (Mitte) und David Altschmied (links) kommen zu spät. Foto: Malmus

Niestetal. Überraschung in der Fußball-Gruppenliga: Mit einem 4:1 (2:0)-Erfolg im Derby gegen die TSG Sandershausen fand Aufsteiger TSV Heiligenrode die passende Antwort auf die 0:4-Pleite aus der Vorwoche gegen Hombressen/Udenhausen.

Die Mannschaft von Trainer Carsten Umbach präsentierte sich vor dem gegnerischen Tor effizient und nutzte zudem die Fehler der dezimierten Sandershäuser gnadenlos aus.

„Mir fehlen die Worte. Ich habe für die Fehler, die wir uns geleistet haben, keine Erklärung“, bilanzierte der Sandershäuser Trainer Friedhelm Janusch etwas ratlos. Zugleich bemängelte er die Einstellung seiner Elf. „Der Wille hat gefehlt“, fügte der Übungsleiter hinzu.

Zu Beginn des Spiels verteilte der Gast das erste Geschenk an die Heiligenröder: Nach einem Fehler im Aufbauspiel kam TSV-Kapitän Dennis Joedecke an den Ball. Mit einem Pass in die Gasse bediente er Stürmer Christian Rümenap, der frei vor dem Sandershäuser Tor das Leder zur Führung einschob (7.). Auf der anderen Seite verpasste Sascha Hebold die Chance auf den Ausgleich. Nach einem Konter der Gäste zielte Hebold zu ungenau (19.).

Etwas später herrschte Aufregung in der Hälfte der Sandershäuser: Nach einer vermeintlichen Tätlichkeit flog Abwehrmann Serhat Bingül vom Platz – die Heimmannschaft in Überzahl.

Die zahlenmäßige Überlegenheit münzte die Umbach-Elf noch vor der Pause in Tore um – und wieder nach einem individuellen Fehler der Sandershäuser. Nutznießer diesmal: Timo Fischer (43.).

Nach der Pause kamen die Gäste engagierter aus der Kabine und spielten druckvoll nach vorn. Nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff besorgte Sascha Hebold den Anschlusstreffer. Gerade als es bei der Janusch-Elf besser lief, setzte Heiligenrode einen vorentscheidenden Nadelstich. Einen Konter über den rechten Flügel vollendete Rümenap und erzielte seinen zweiten Treffer (61.). Auf Sandershäuser Seite sah Linksverteidiger Louis Behler nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (78.), ehe Dennis Joedecke einen Foulelfmeter in der 90. Minute zum 4:1-Endstand verwandelte. TSV-Trainer Umbach war hochzufrieden: „Ich muss ein großes Lob an die Mannschaft aussprechen. Sie hat die Vorgaben mehr als ordentlich umgesetzt.“

Von Raphael Wieloch

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.