Viel Zuspruch für Matthias Hartwig

Dritte Verletzung im Knie: Vellmarer Fußballer wird operiert

Mitfühlende Kollegen: Dieses Bild stellten die Mitspieler von Matthias Hartwig am Sonntag nach dem Sieg gegen Wattenbach ins Netz. Nicht fehlen darf Hartwigs Trikot mit der Nummer fünf. Foto: privat

Vellmar. Es erinnert ein wenig an die Leidensgeschichte von Nationalspieler Holger Badstuber. Genauso wie der verletzungsgeplagte Profi vom FC Bayern München hat auch Matthias Hartwig von der Reserve des OSC Vellmar in den vergangenen Jahren fast mehr Zeit in Krankenzimmern als auf dem Fußball-Platz verbracht.

Jetzt muss der 29 Jahre alte Defensivmann des Gruppenligisten wieder unters Messer. Zwar hat sich bislang nicht bestätigt, dass bei ihm – mal wieder – das Kreuzband im rechten Knie in Mitleidenschaft gezogen wurde, wegen einer schweren Meniskusverletzung wird er aber bereits heute in der Orthopädischen Klinik in Kassel operiert. Der Mediziner spricht in seinem Fall von einem Korbhenkelriss. Erst die Arthroskopie wird Aufschluss darüber geben, ob auch das Kreuzband etwas abbekommen hat. Die ganze Geschichte:

Die Vergangenheit

2012 erlitt Hartwig zum ersten Mal im rechten Knie einen Kreuzbandriss. Zwei Jahre später hatte der Verteidiger, der früher auch dem Hessenliga-Kader der Vellmarer angehörte, wieder Pech: gleiches Bein, gleiche Verletzung. Danach war klar: Reißt das Kreuzband beim Defensivmann noch einmal, war es das mit Fußball.

Die Gegenwart

Im Heimspiel gegen den TSG Wattenbach verdrehte sich Hartwig in einem normalen Zweikampf nach 26 Minuten das Knie. Er kam ins Krankenhaus – moralische Unterstützung erhielt er dort von Christian Wollenhaupt. Der Kapitän der ersten Vellmarer Mannschaft ist sein bester Kumpel. „Es ist nicht so prickelnd“, sagte OSC-Akteur Hartwig, der aufgrund früherer Negativerlebnisse vor dem MRT am Montagabend mit dem Schlimmsten rechnete.

Viele Kollegen und auch Verantwortliche im Verein wie Abteilungsleiter Rainer Rethemeier und Koordinatorin Nadine Sandrock fühlen mit ihm. Geben Zuspruch. Schreiben ihm Nachrichten. Nach dem 4:2-Sieg am Sonntag stellten sie ein Bild aus der Kabine ins Netz. Dabei hielten die Mitspieler sein Trikot hoch – das mit der Nummer fünf. OSC-Mannschaftsarzt Dr. Wolfgang Dybowski trug dazu bei, dass der 29-Jährige schnell einen MRT-Termin bekam.

Die Zukunft

Ob Hartwig noch einmal ein Fußballspiel bestreiten wird, lässt sich nicht sagen. Zumal er die Schwerpunkte ohnehin künftig anders setzen möchte. Zum einen, was die berufliche Situation betrifft: Er arbeitet bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau im IT-Bereich. Zum anderen, was das Private anbelangt: Im nächsten September steht bei ihm die Hochzeit mit Freundin Lisa an. Und: Zuvor will er seine Tanz-Kenntnisse noch einmal auffrischen – aber natürlich erst, sobald das Knie wieder mitmacht.

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