Ein Wechselbad der Gefühle

Kampf um den Ball: Der Wattenbacher Andrè Schnell (links) ist schneller als Wolfhagens Defenivspieler Alexander Rasch. Die Partie sah keinen Sieger, beim Schlusspfiff stand ein 4:4 zu Buche. Foto: Michl

Wolfhagen. Die Partie in der Fußball-Gruppenliga zwischen den Tabellennachbarn FSV Wolfhagen und TSG Wattenbach sah an der Wolfhager Liemecke keinen Sieger. Beim Schlusspfiff stand ein 4:4 (2:2) zu Buche.

FSV-Coach Michael Briehl war vom Resultat wenig begeistert: „Wenn du auf eigenem Platz dreimal führst, dann muss du den Dreier für dich reklamieren. Das gesamte Geschehen war ein Wechselbad der Gefühle. Ich denke, dass unterm Strich beide Mannschaften mit dem einen Punkt zufrieden sein können.“

Sein Wattenbacher Kollege Michael Pfannkuch widersprach ihm nicht: „Es war ein konfuses und verrücktes Spiel. Wir hatten zwar im zweiten Durchgang ein optisches Plus, letztlich geht aber das Unentschieden in Ordnung.“

Die Gäste aus der Söhre setzten die erste Duftmarke. Gespielt waren gerade einmal 100 Sekunden, da rettete der Pfosten für die Platzherren, die im direkten Gegenzug dann den Torjubel anstimmen konnten. Ibrahim Chahrour (4.) fasste sich ein Herz, hielt aus gut 20 Metern einfach einmal drauf und ließ TSG-Schlussmann Florian Gaiser doch etwas alt aussehen: 1:0.

Wattenbach blieb davon aber unbeeindruckt, glich durch den mit aufgerückten Abwehrchef Michael Gerber (14.) aus.

In Folge lieferten sich die Kontrahenten einen verbissenen Schlagabtausch, wobei die Wolfhager es nach dem erneuten Führungstreffer durch einen 25-Meter-Freistoß von Timo Wiegand (23.) versäumten, das Signal vorzeitig auf Grün zu stellen. Die Rot-Weißen versemmelten leichtfertig mehrere hochkarätige Einschussmöglichkeiten.

Aber auch die Gäste blieben brandgefährlich, benötigten jedoch die Hilfe von FSV-Schlussmann Nils Zimmermann zum 2:2-Gleichstand, erneut durch Michael Gerber (43.).

Nach dem Seitenwechsel weiterhin eine sehr intensiv geführte Begegnung, wobei die Gäste da aber über weite Strecken optisch ein Plus besaßen, sich trotzdem durch Timo Wiegand (62.) im Hintertreffen sahen. Mit einem Doppelschlag drehte das Pfannkuch-Team dann jedoch den Spieß um. Einen Freistoß verlängerte Sascha Baumann in der 67. Minute zum 3:3-Ausgleich. Davon hatten sich die Wolfhager Spieler noch nicht richtig erholt, da klingelte es erneut in ihrem Kasten. Mit dem Kopf nach einem Eckball brachte Michael Gerber (69.) seine Farben erstmals in Front.

Wolfhagen erhöhte nun noch einmal den Druck und das Tempo und wurde belohnt. Der sich mit in die Offensive eingeschaltete Eike Kratzsch servierte den Ball mustergültig in den Lauf von Ibrahim Chahrour (81.), der TSG-Keeper Gaiser beim 4:4 keine Abwehrchance ließ.

Von Reinhard Michl

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