Wolfhagen patzt gegen ein Kellerkind

Torschützen unter sich: David Michels (links) erzielte den Wolfhager Anschlusstreffer. Tobias Voss hatte Vollmarshausen in Führung gebracht. Foto: Michl

FSV handelt sich völlig unnötige 1:2-Niederlage gegen den FSK Vollmarshausen ein

Wolfhagen. Statt strahlende Augen sah man in den Reihen des FSV Wolfhagen am ersten Adventssonntag nur ratlose Gesichter. Denn nach ihrer großartigen Leistung am Vorsonntag gegen den Tabellenführer der Fußball-Gruppenliga, den SV Kaufungen (0:0) zogen die Rot-Weißen auf dem heimischen Hartplatz gegen den bis abstiegsbedrohten FSK Vollmarshausen mit 1:2 (0:1) den Kürzeren.

FSV-Co-Coach David Michels, der den erkrankten Cheftrainer Michael Briehl vertrat, redete nicht lange um den heißen Brei herum: „Wir haben über einen kämpferisch hinauswachsenden Gegner über weite Strecken nicht das abgerufen, was wir können. Vieles blieb bei uns Stückwerk, wobei sich natürlich das verletzungsbedingte Fehlen von Timo Wiegand, Kamil Turan und Philipp Kaiser an allen Ecken und Enden bemerkbar machte.“

Gästetrainer Bernd Sturm war hingegen happy: „Für die gezeigte Leistung verdient meine Mannschaft ein ganz dickes Lob. Aufgrund der Chancen im ersten Durchgang ist unser Sieg nicht unverdient. Mit den drei Punkten haben wir wieder Anschluss zum rettenden Ufer gefunden haben.“

In der Tat. Die Vollmarshäuser kauften vom Anstoß weg den Wolfhagern den Schneid ab und hätten bis zur Pausenenfrischung den Sack schon zumachen können. Doch Tobias Voss (23., 36.) und Tim Henning (24.) verfehlten entweder hauchdünn das Ziel oder fanden im FSV-Schlussmann Dominik Werheit ihren Meister. Gegen Tobias Voss (29.) musste sich der FSV-Torwart aber doch geschlagen geben.

Die einzige nennenswerte Platzherren-Topmöglichkeit im ersten Durchgang hatte Ibrahim Chahorour (40.), der sich aber vom FSK-Keeper Michael Pfeil das runde Spielgerät vom Stollenschuh pflücken ließ.

Nach dem Seitenwechsel blieb Vollmarshausen weiter am Drücker, ohne jedoch für Gefahr zu sorgen. Dann versuchten Michels und Co. das Heft in die Hand zu nehmen, in der Vorwärtsbewegung blieb es jedoch oft nur Stückwerk. Die Pass- und Laufwege stimmten einfach hinten und vorne nicht. Trotzdem hätten sie das Blatt noch wenden können. Andrè Nordmeier (60.) scheiterte mit einem Kofball an Torwart Pfeil, Jannick Schaake (64.) haderte mit dem Schicksal, traf nur den Pfosten. Die oft völlig unnötigen Ballverluste im Offensivbemühen bestrafte Tim Henning (69.), der nach einem mustgültigem Konter den Gästevorsprung ausbaute.

Natürlich versuchten es die Wolfhager mit der Alles-oder-Nichts-Taktik, doch mehr als der Ehrentreffer von David Michels (78.) mit einem „Elfer“, er war selbst gefoult worden, wollte den Rot-Weißen einfach nicht gelingen.

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