Fußball-Hessenliga: Manuel Pforr in der Torjägerliste auf dem Vormarsch – Samstag gegen Fulda

„Baunatal ist wie meine Familie“

Mit Übersicht am Spielfeldrand: Manuel Pforr war beim KSV Baunatal rund ein Jahr in der Funktion des Co-Trainers aktiv. Jetzt konzentriert er sich wieder verstärkt auf seine Torjägerrolle. Archivfoto: Fischer

Baunatal. Er ist Stürmer, aber eigentlich sind ihm die Tore gar nicht so wichtig. „Dass ich im Moment mit neun Treffern auf Platz vier in der Torjägerliste stehe, habe ich zwar registriert, aber für mich ist das keine so große Sache, denn die Tore schieße ich ja mit Hilfe der Mannschaft“, sagt Baunatals Offensivkraft Manuel Pforr. Der 27-Jährige spielt inzwischen in der fünften Saison beim Fußball-Hessenligisten und hat sein Augenmerk eher auf die Liga-Tabelle gerichtet. „Platz vier am Saisonende ist schon meine Zielsetzung“, sagt Pforr, der jedoch in dieser Saison in erster Linie froh darüber ist, überhaupt auf dem Spielfeld zu stehen.

Vor einem Jahr sah es nämlich nicht unbedingt danach aus, dass der angehende Lehrer wieder erfolgreich für den KSV Baunatal auf dem Spielfeld steht. Ein Kreuzbandriss im rechten Knie hatte Pforr außer Gefecht gesetzt. „Zum Glück hatte ich die praktischen Prüfungen für mein Sportstudium schon hinter mir“, erinnert sich Pforr, der inzwischen am Göttinger Felix-Klein-Gymnasium sein Referendariat mit Schwerpunkten in Sport und Politik absolviert.

Einen Nebeneffekt hatte die schwerwiegende Verletzung: KSV-Trainer Tobias Nebe hatte Pforr während der vergangenen Saison als Co-Trainer an seiner Seite. Von dieser Rolle hat sich Pforr aber in der jüngeren Vergangenheit zunehmend verabschiedet.

„Ich lebe inzwischen in Göttingen zusammen mit meiner Freundin. Neben der Unterrichtsvorbereitung, den vier Trainingsterminen und den Punktspielen mit Baunatal bleibt nicht mehr genug Zeit für die Trainingsvorbereitung“, beschreibt der gebürtige Großalmeröder seine aktuelle Situation zwischen Beruf und Leistungssport. „Zum Glück haben alle für meine Situation Verständnis, wenn ich mal wegen eines Abendseminars nicht zum Training kommen kann“, sagt Pforr, dessen Mannschaftskameraden Nebe und Nico Schrader selbst als Lehrer tätig sind. „Baunatal ist wie meine Familie. Einen Vereinswechsel kann ich mir momentan überhaupt nicht vorstellen“, sieht sich daher die Offensivkraft weiterhin als Torjäger im Parkstadion. Und dort will Manuel Pforr auch am Samstag gegen Fulda (Anpfiff um 15 Uhr; siehe auch Artikel rechts oben) seinen Torinstinkt unter Beweis stellen.

Von Martin Scholz

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