Der KSV Baunatal besiegt Rot-Weiß Darmstadt deutlich mit 5:1

Sanchez nicht zu stoppen

Wo ist der Ball?: Es suchen (von links) Antonio Bravo Sanchez, Felix Kalbfleisch und Ingmar Merle. Foto: Schachtschneider

Baunatal. Oft ist die Mannschaft der Star, aber manchmal werden Fußballspiele von Einzelkönnern entschieden. So war es gestern in der Fußball-Hessenliga beim 5:1-Sieg des KSV Baunatal gegen Rot-Weiß Darmstadt. Der Spieler des Tages hat einen Treffer erzielt, vier Tore vorbereitet und heißt Antonio Bravo Sanchez.

Hier sind die Höhepunkte der Gala des 26-Jährigen.

7. Minute: Von der Mittellinie startet Antonio Bravo Sanchez einen Alleingang, und als er den Strafraum erreicht, schießt er platziert ins - von ihm aus gesehen - linke obere Eck. Der KSV Baunatal führt 1:0.

15. Minute: Auf der rechten Seite gewinnt Bravo Sanchez - wie immer in diesem Spiel - einen Zweikampf, sieht, wie sich Felix Schäfer im Strafraum freiläuft, flankt, und Schäfer köpft. 2:0 für Baunatal.

34. Minute: Ecke Bravo Sanchez, Kopfball Mario Wolf. 3:0.

27. Minute: Bravo Sanchez flankt, und Fabian Borger köpft ins eigene Tor. 4:0.

53. Minute: Ecke Bravo Sanchez, Volleyschuss Manuel Pforr. 5:0.

Es war natürlich nicht Antonio Bravo Sanchez allein, der für den Baunataler Sieg sorgte. Auch dessen 13 Kollegen hatten viel Spaß am Spiel, ließen den Ball gekonnt laufen und waren den Südhessen in allen Belangen überlegen.

Trainer Tobias Nebe drückte das so aus: „Wir haben uns gut bewegt, hatten viel Ballbesitz und waren 60 Minuten hochkonzentriert.“ Das Lob enthielt auch ein wenig Tadel, denn wer 60 Minuten hochkonzentriert ist, hat diese Anforderung 30 Minuten vernachlässigt.

Dadurch haben Baunatals Kicker eine Chance verpasst, die sich ihnen in dieser Saison wohl nicht ein zweites Mal bieten wird. Die Gäste aus Darmstadt waren so hoffnungslos unterlegen, dass der KSV leicht und locker ein zweistelliges Schützenfest hätte feiern können, aber in den letzten 37 Minuten fiel kein Tor mehr. War es Mitleid oder Bequemlichkeit?

Besser gesagt: Es fiel kein Tor mehr für den KSV, der seinen Gästen kurz vor Schluss sogar noch einen Treffer schenkte. Fatih Üstün leistete sich ohne Grund ein Foul an der Strafraumgrenze, und Mirkan Kara verwandelte den Elfmeter wie Antonin Panenka anno 1976 im EM-Finale zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland.

Karas Trainer Kelvin King fand das überhaupt nicht lustig, nannte das Verhalten seines Mittelfeldspielers arrogant und erweckte den Eindruck, als stünde Mirkan Kara keine erbauliche Rückreise bevor.

Jetzt muss aber noch der Spieler des Tages zu Wort kommen. „Ich habe mich von Anfang an gut gefühlt und durch mein frühes Tor weiteren Auftrieb bekommen“, sagt Antonio Bravo Sanchez, der so gern noch höher gewonnen hätte.

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