Hessenpokal: Lohfelden fordert erneut Drittligist Wehen – Samstag, 14 Uhr

Diesmal soll es klappen

Vor dem Wiedersehen: Lohfeldens Innenverteidiger Vyacheslav Petrukhin (in Schwarz) und Luca Schnellbacher könnten es beim erneuten Duell ihrer Mannschaften abermals miteinander zu tun bekommen. Archivfoto:  Schachtschneider

Lohfelden/Wiesbaden. Hessenpokal statt Hessenliga, Pokalschlager statt Pflichtspielalltag – eigentlich hätten die Fußballer FSC Lohfelden am Wochenende gegen Hadamar um Punkte gespielt. Doch der Cupwettbewerb kam dazwischen. Somit empfangen sie zum Spiel des Jahres im Nordhessenstadion den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden (Samstag, 14 Uhr).

Die Vorgeschichte I

Sechs Monate lang trainierte Christian Hock 2011 in der Regionalliga den KSV Hessen, ehe der heutige Sportdirektor des SV Wehen Wiesbaden entlassen wurde. Unpopulär machte er sich, als er Löwen-Torjäger Thorsten Bauer ausmusterte und zum Lauftraining in die Aue schickte. Ohne schlechte Gefühle reist er nun nach Nordhessen. „Ich komme gern dahin zurück, wo ich einmal gearbeitet habe. Auch wenn das damals nicht so schön war. Aber ich fahre ja nach Lohfelden und nicht ins Auestadion“, sagt er.

Die Vorgeschichte II

Am 12. Oktober 2014 standen sich beide Teams im Achtelfinale schon einmal gegenüber. Die Gäste gewannen 6:0, obwohl sie bei eigener 1:0-Führung nach einer Roten Karte (13.) in Unterzahl spielten. FSC -Trainer Otmar Velte hofft, dass seine Elf Lehren daraus gezogen hat. „Nach dem Platzverweis haben wir Hurra-Fußball gespielt und bekamen eingeschenkt. So überheblich dürfen wir nicht wieder sein.“

Die Stimmungslage

„Wir freuen uns, dass wir uns gegen einen Drittligisten beweisen dürfen“, betont Velte. Größer als sonst sei die Anspannung nicht. „Eher ist sie in Ligaspielen größer. Da geht es immer um wichtige Punkte“, sagt Velte und stellt klar: „Aber nun herrschen Freude und Motivation pur, gerade nachdem wir den KSV Hessen rausgeworfen haben.“ Auch Jaroslaw Matys empfindet Vorfreude. Obwohl er unliebsame Erinnerungen an das erste Duell hegt. „Ich wurde eingewechselt und musste kurz darauf nach einem Zusammenprall mit Torhüter Fabian Fromlowitz zum Nähen ins Krankenhaus“, erinnert sich der Linksfuß. Priorität hat für ihn der Ligaalltag: „Wir spielen gegen den Abstieg. Ich hätte lieber den Klassenerhalt als den Hessenpokal.“

Die Lage beim FSC

Der FSC hofft auf einen guten Tag wie zuletzt in der Liga. „Es wäre fein, wenn wir so auftreten wie beim Sieg über den KSV Hessen“, erklärt Trainer Otmar Velte. „Allerdings ist Wehen nicht der KSV“, fürchtet er, dass die Chancen gegen den Drittligisten schlecht stehen. Ausfallen werden die verletzten Demetrio D’Agostino, Serdar Bayrak und Pere Pavic.

Die Lage beim Gegner

Wehen Wiesbaden verlor nach gutem Saisonbeginn den Faden und blieb zuletzt viermal ohne Sieg. „Wobei die beiden letzten Partien auch spielerisch enttäuschend verliefen“, sagt Trainer Christian Hock. Das Pokalduell sieht er als „wichtiges Spiel, um uns Selbstvertrauen für die Liga zu holen“. Den FSC hat der Profi-Klub zuvor beobachtet und ist auf der Hut. „Lohfelden hat bewiesen, dass es höherklassige Klubs schlagen kann.“ Trainer ist Torsten Fröhling. Der 50-Jährige rettete Wehen Wiesbaden in der vorigen Saison ebenso vor dem Abstieg wie ein Jahr zuvor den TSV 1860 München in der 2. Bundesliga.

Von Wolfgang Bauscher

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