Hessenliga: Baunatal empfängt am Samstag im Parkstadion Aufsteiger Kelsterbach

Erste Niederlage verdaut?

Entschlossen: Nach langer Verletzungspause kommt Baunatals Angreifer Manuel Pforr, hier im Spiel gegen Urberach, immer besser in Schwung. Archivfoto: Fischer

Baunatal. Vier Spiele lang blieb der KSV Baunatal in der Fußball-Hessenliga ungeschlagen. Am vorigen Wochenende in Alzenau ging die Elf von Trainer Tobias Nebe erstmals als Verlierer vom Platz.

Mit einem Sieg über Aufsteiger Viktoria Kelsterbach, der am Samstag ab 15 Uhr im Parkstadion gastiert, könnte der Tabellensechste wieder weiter nach vorn rücken.

Die Baunataler kassierten in Alzenau nicht nur die erste Pflichtspielniederlage, sondern die erste überhaupt in dieser Saison. Tiefere Spuren hat diese nach Ansicht von Manuel Pforr nicht hinterlassen. „Wir haben das in einer längeren Sitzung aufgearbeitet und die Lehren gezogen. Jeder muss immer an seine Leistungsgrenze gehen“, erklärt der Angreifer. Und was er als ebenso wichtig erachtet: „Unserer jungen Mannschaft fehlt noch die Erfahrung. Von Rückschlägen wie bei einem Gegentor sollte sie sich nicht beeindrucken lassen. Aber es kommt manchmal zu einem Negativ-Ruck.“

Pforr selbst befindet sich nach auskuriertem Kreuzbandriss auf gutem Weg. „Mein erstes Ziel, verletzungsfrei zu bleiben, habe ich erreicht. Mit Abstrichen bin ich auch mit der Leistung ganz zufrieden, und dass ich fast immer über die gesamten 90 Minuten spielen würde, war ja nicht selbstverständlich“, sagt der gebürtige Witzenhäuser. Und die Blessur aus dem letzten Spiel sollte bis zum Anpfiff auskuriert sein.

Im Bewusstsein, dass es für ihn als 27-Jährigen nicht mehr deutlich weiter nach oben reichen wird, setzt Pforr andere Prioritäten. „Wir haben hier eine junge Mannschaft aufgebaut. Der kann ich hoffentlich in ihrer Entwicklung weiterhelfen“, sagt er. Obwohl: „Wenn es für uns nochmal eine Klasse nach oben ginge, wäre das ganz schön.“

In der laufenden Spielzeit freilich erwartet Pforr, der als Lehramtsstudent mit den Fächern Politik und Sport in Göttingen das Referendariat absolviert, diesen Erfolg noch nicht. „Wir müssen uns Schritt für Schritt weiter verbessern. Wenn es nun für das obere Drittel der Tabelle reicht, wäre das eine gute Grundlage“, sagt er.

Kelsterbach noch sieglos

Viktoria Kelsterbach feiert im kommenden Jahr 110. Geburtstag und spielt in dieser Saison erstmalig in der Hessenliga. Die meisten Akteure gehören der Mannschaft seit mehreren Jahren an. Teure Einkäufe kann sich der bodenständige Verein nicht leisten. Die Viktoria ist bisher noch sieglos und holte nur einen Punkt aus vier Partien. Kelsterbach liegt in unmittelbar Nachbarschaft des Frankfurter Flughafens.

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