Ein Trainer, viele Wege: Otmar Velte vom FSC Lohfelden ist viel unterwegs

+
Er behält den Überblick: Otmar Velte, Trainer des FSC Lohfelden, bewältigt vielfältige berufliche und sportliche Aufgaben.

Lohfelden. Wenn der FSC Lohfelden in der Fußball-Hessenliga am Samstag (14.30 Uhr, Nordhessenstadion) die Sportfreunde Seligenstadt empfängt, ist das für das Team ein Heimspiel.

Für ihren Trainer allerdings nur bedingt, denn Otmar Velte wohnt eigentlich in Gießen. Deshalb, und wegen diversen weiteren Tätigkeiten an mehreren Orten, ist er im Alltag viel unterwegs. Wir klären auf.

Die Wege 

Wohnte er vor wenigen Jahren noch im südhessischen Rödermark, so liegt Veltes Zuhause nun am Wohnort seiner Lebensgefährtin - in Gießen. Wann immer es seine Zeit erlaubt, fährt er dorthin. Der Mittelpunkt seiner beruflichen Tätigkeit als Trainer und Therapeut im Leistung- und Gesundheitssport befindet sich in Nordhessen. Bad Emstal-Sand, Kassel und Lohfelden sind neben Gießen die Anlaufstellen, zwischen denen Velte pendelt. Hinzu kommen die meist weiten Auswärtsfahrten in der Hessenliga.

Die Aufgaben 

Neben der selbstständigen Tätigkeit als Therapeut beansprucht Veltes Traineramt beim FSC die meiste Zeit. Zudem trainiert der gebürtige Fritzlarer im Auestadion den Sprinter Steven Müller und begleitet diesen häufig am Wochenende zu Wettkämpfen. Daneben trainiert er auch Bedienstete der Landesfeuerwehrschule in Kassel und betreibt in Niederzwehren mit Sascha Lubach für talentierte Kinder und Jugendliche die Fußballschule FAG.

Die Philosophie 

„Es dreht sich alles um Bewegung als Lebenstherapie“, lautet Veltes Motto. Und das setzt er vielfältig um. Nach abgeschlossenem Studium ging er nicht in den Schuldienst, wählte die Selbstständigkeit und absolvierte zudem eine Ausbildung zum Heilpraktiker. Entsprechend ganzheitlich packt der 52-Jährige seine Aufgaben an, die er eher als Berufung denn als Beruf ansieht. „Letztlich spielt allerdings die Psychologie die entscheidende Rolle“, betont er. Nebenbei engagiert sich Velte für den Ausbau erneuerbarer Energien.

„Ich stehe dahinter und ärgere mich, dass wirtschaftliche Interessen meist Vorrang vor ökologischen haben“, sagt er. Auch um die eigene Energie kümmert er sich. Sind am Abend alle Aufgaben erledigt, trainiert Velte noch selbst: „Eine Stunde Kraft-, Sprint- und Ausdauertraining muss schon sein.“

Das Spiel 

Bevor Otmar Velte morgen zum Spiel im Nordhessenstadion eintrifft, wird er seit Wochenbeginn viele hundert Kilometer auf den Straßen zurückgelegt haben. Viel Bewegung verlangt er im Duell gegen den Tabellennachbarn dann auch von seinen Spielern. Läuferisch sollten sie der Konkurrenz mindestens ebenbürtig sein. Und mit einem Sieg könnte der FSC an Seligenstadt vorbeiziehen. 

Otmar Velte (52), geboren in Fritzlar, begann seine Tätigkeit als Trainer 1988 in der Jugend des VfL Kassel. Von 2009 bis 2014 trainierte er den Verbandsligisten SSV Sand, ehe er zum FSC Lohfelden wechselte. Er ist Inhaber der B-Lizenz. Als Leichtathletik-Trainer mit A- und B-Lizenz arbeitete er unter anderem für den USC Mainz, die LG Baunatal/ACT Kassel sowie den Hessischen Leichtathletikverband. Velte ist ledig, aber liiert.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.