3:3 – Lohfelden sichert mit Abpfiff einen Punkt gegen Frankfurt

Furioses Finale des FSC

Mit Tempo: Der Lohfeldener Serdar Bayrak (links) legt sich den Ball am Frankfurter Anil Mus vorbei. Foto:  Schachtschneider

Lohfelden. Was für eine Schlussphase, was für ein Finale im Nordhessenstadion. Obwohl mit einem Mann mehr auf dem Platz, kassiert der FSC Lohfelden in der Fußball-Hessenliga gegen Rot-Weiss Frankfurt zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit das 2:3. Und macht dann in der Nachspielzeit doch noch den Ausgleich. Anschließend wurde der Punkt gegen den Tabellensechsten wie ein Sieg gefeiert.

„Das war ein Erfolg der Moral. Wir haben nie aufgegeben. Wir haben einfach Spaß im Team, geben alles füreinander – es stimmt bei uns“, sagte Niklas Kühne zum Spielverlauf. Dabei geht es eigentlich gut los für den FSC. Nach einer Anfangsphase ohne große Möglichkeiten auf beiden Seiten ist es Jannik Weingarten, der die Heimelf in Führung bringt (28.). Eine Flanke von rechts nimmt er direkt und schlenzt den Ball ins lange Eck.

Doch die Führung hält nur zehn Minuten und ist ein Wachmacher für die Frankfurter, die danach besser in die Partie finden. Cem Kara ist es dann, der einen Freistoß zum Ausgleich verwandelt (38.).

Nach der Pause gibt es dann die kalte Dusche für das Team von Trainer Otmar Velte. Varol Akgöz nutzt einen Abpraller zum 1:2 (47.). „Ich hoffe, dass wir bald selbst mal so ein schnelles Tor schießen“, sagte Kühne. Velte sah eine ganze Kette von Fehlern als Ursache: „Der erste kommt zu spät, und dann nutzt eine Mannschaft mit dieser Qualität wie Frankfurt das gnadenlos aus.“

Doch war die Führung in Hälfte eins der Hallo-Wach-Effekt für Frankfurt, ist es dieser Rückstand nun für Lohfelden. Mehrmals liegt der Ausgleich in der Luft – doch die Latte (56. nach Kopfball von Kühne) oder einfach Pech im Abschluss verhindern diesen. In der 81. Minute fällt er dann aber doch. Serdar Bayrak flankt in den Strafraum und trifft die Hand von Damir Topcagic – Elfmeter. Und weil Topcagic schon verwarnt ist, muss er vorzeitig vom Feld. Den Strafstoß verwandelt Bayrak sicher unten rechts.

Doch in Unterzahl schlägt Frankfurt zurück. Nach 88 Minuten köpft Anil Mus einen Freistoß in das Tor von Andre Schreiber. Ende? Nicht bei der Einstellung der FSC-Spieler an diesem Tag. In der zweiten Minute der Nachspielzeit schießt Tolgay Ulusoy einen Freistoß an den Pfosten, dann scheitert Maximilian Blahout aus fünf Metern – doch da ist noch der eingewechselte Jaroslaw Matys, der den Ball unter die Latte hämmert. 3:3.

Dann ist wirklich Schluss. „So fühlt es sich wie ein Sieg an“, sagte Kühne. „Uns fehlt die Konsequenz, um nach einer Führung auch noch das zweite und dritte Tor nachzulegen. Es passiert uns nicht das erste Mal, dass wir einen Vorsprung aus der Hand geben“, gab Velte an, was es zu verbessern gilt.

Vielleicht klappt das ja am kommenden Samstag im Hessenpokal-Viertelfinale gegen Drittligist Wehen Wiesbaden.

Von Maximilian Bülau

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