2:0 - Kasseler Luft liegt dem FC Ederbergland

Spieler fällt: Die Ederbergländer Michael Möllmann (links) und Dominik Karge setzen sich gegen den Vellmarer Rene Huneck durch. Foto: Fischer

Vellmar. „Die Kasseler Luft scheint uns zu liegen", scherzte Vladimir Kovacevic, Trainer des FC Ederbergland, nach dem 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg seiner Hessenliga-Fußballer beim OSC Vellmar. Zwei Wochen zuvor hatte seine Elf mit dem 3:2-Sieg beim KSV Baunatal beim Nachbarn des OSC Ebenfalls drei Punkte geholt.

Besonders freute sich Kovacevic darüber, dass sich seine Elf unter widrigen Bedingungen behauptet hatte. Abermals fehlten mehrere Stammkräfte. „Schon die ganze Woche lang hatten viele Leute abgesagt. Wie sich die Mannschaft trotzdem verkauft hat, ist aller Ehren wert“, sagte der Trainer und schob erleichtert hinterher: „Ob verdient oder unverdient ist mir völlig egal.“

Die erste Tormöglichkeit hatten die Gäste nach sechs Minuten. Weil aber OSC-Schlussmann Tobias Schlöffel im Gegensatz zu seinen Vorderleuten im Bilde war, verhinderte er zweimal unmittelbar hintereinander einen Gegentreffer. Auf der anderen Seite verhinderte Ederberglands Torhüter Philipp Hartmann bei Eins-gegen-eins-Situationen gegen René Huneck (25.) und Egli Milloshaj (25.) die Vellmarer Führung. Unerwartet legten dann die Gäste vor. Nach einem Steilpass auf ihren von Sebastian Wagner und Marvin Steube verfolgten Angreifer Felix Nolte kam Schlöffel weit aus seinem Tor und schoss beim Klärungsversuch einen seiner Abwehrspieler an. Von diesem prallte der Ball in den Lauf von Nolte, der ihn ins Tor trug (31.). Die Vellmarer monierten, dass dem Pass auf den Schützen ein nicht geahndetes Foulspiel der Gäste vorausging.

Nach dem Wechsel zogen sich die Gäste noch weiter zurück und ließen den OSC kommen. Dieser lief sich meist weit vor dem Strafraum fest und brachte den FCE nur selten in Schwierigkeiten. Erschwerend kam für den OSC hinzu, dass Innenverteidiger Sebastian Wagner nach zwei Foulspielen binnen zwölf Minuten mit Gelb-Rot vom Feld musste.

„Es ist halt schwer gegen eine Mannschaft, die mit zehn Spielern in der eigenen Hälfte steht“, kommentierte Mario Deppe. Was die Vellmarer am meisten erzürnte, war eine Situation unmittelbar vor Wageners Platzverweis. Hartmann foulte den frei auf ihn zustürmenden Milloshaj, Kliebe entschied auf Freistoß an der Strafraumlinie und Gelb für den Schlussmann. „Wenn er Freistoß gibt, muss er für die Notbremse Rot zeigen. Oder Elfmeter, und dann Gelb“, sagte Deppe. Der Freistoß brachte nichts ein.

Auch zu zehnt dominierten die Vellmar, doch der Ertrag blieb aus. Stattdessen besiegelte Nolte nach einem Konter der Gäste zum 2:0-Endstand die Niederlage der Gastgeber.

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