Es beginnt gut, lässt stark nach und führt zu einer Niederlage gegen Stadtallendorf 2:4

Es läuft nur eine Halbzeit für den KSV Baunatal 

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Elfmeter für Baunatal: Manuel Pforr wird von Torwart Hrvoje Vincek unsanft gestoppt.

Baunatal. Sie lassen den Ball gekonnt laufen. Sie bewegen sich geschickt. Sie lassen den Gegner nicht ins Spiel kommen.

Aber warum hat der Fußball-Hessenligist KSV Baunatal bei so viel Gutem am Samstag im heimischen Parkstadion gegen Eintracht Stadtallendorf 2:4 (1:1) verloren? Weil das Gute nur 45 Minuten zu sehen ist und sich in der zweiten Halbzeit in sein Gegenteil verkehrt. Nun fehlen die Anspielstationen, jetzt gibt es Fehlpässe, plötzlich dominiert die Eintracht. Und nimmt die Geschenke, die ihr Schiedsrichter Steffen Rabe, Rechtsverteidiger Patrick Krengel und Torwart Samuel Zapico Lopez machen, dankend an.

In der 17. Minute sieht niemand außer Rabe eine Regelwidrigkeit im Baunataler Strafraum, aber es gibt einen Elfmeter, den Laurin Vogt zum 1:1 verwandelt. Dann, es läuft die 53. Minute, köpft Krengel den Ball zu Williams, der allein vor Zapico Lopez auftaucht und die Eintracht 2:1 in Führung schießt. In der 66. Minute lässt der Baunataler Torwart einen haltbaren Freistoß von Williams passieren, und sieben Minuten vor dem Schlusspfiff macht Zapico Lopez auch bei einem weiteren Williams-Treffer keine gute Figur.

„Wir haben uns selbst geschlagen“, sagt Baunatals Trainer Tobias Nebe, der aber fast gleichzeitig von dem spielerischen Vermögen begeistert ist, das seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten demonstriert. „Wir haben uns sehr gut bewegt und viele herrliche Pässe gespielt, aber leider unsere Torchancen nicht genutzt“, sagt Nebe zur ersten Halbzeit.

Das eine Tor, das Antonio Bravo Sanchez in der 5. Minute erzielt, als er einen ebenfalls umstrittenen Elfmeter verwandelt, ist angesichts der Vielzahl guter Torchancen eine viel zu geringe Ausbeute. Aber auch in der weit schwächeren zweiten Halbzeit bieten sich dem KSV weitere gute Torchancen, doch nur Manuel Pforr trifft (78.).

Der Baunataler Leistungsabfall lässt sich jedoch auch mit der Stadtallendorfer Steigerung erklären. Während die Mannschaft von Trainer Dragan Sicaja den KSV in der ersten Halbzeit stets großzügig gewähren lässt, stört die Eintracht nach dem Wechsel jede Aktion der Gastgeber schon frühzeitig.

Das schmeckt auch Malte Grashoff nicht, der vor der Pause überragend spielt und nach dem Wechsel - wie viele seiner Kollegen - untertaucht. Antonio Bravo Sanchez bereitet Pforrs Treffer zwar glänzend vor, hat aber ebenfalls zu Beginn der Partie mehr gute Szenen als gegen Ende des Spiels.

Dass das laufintensive Baunataler Spiel viel Kraft gekostet hat, lässt Nebe jedoch als Erklärung nicht gelten. „Über die vielen Fehler meiner Mannschaft werde ich mich noch tagelang ärgern“, sagt der Baunataler Trainer.

Von Gerd Brehm

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