FSC erspielt sich kaum Chancen und verliert verdient gegen Dreieich 0:2

Lohfelden fehlt vorn der Druck

Gehörte zu den agileren Lohfeldenern: Jarek Matys. Foto:  Schachtschneider

lohfelden. Alte Regel im Fußball: Wer sich kaum Chancen erspielt, hat es schwer, ein Spiel zu gewinnen. Diese Erfahrung hat Hessenligist FSC Lohfelden am Samstag gegen den SC Hessen Dreieich gemacht. Ohne den nötigen Druck in der Offensive verloren die Nordhessen verdient mit 0:2 (0:1). FSC-Trainer Otmar Velte begründete die Niederlage unter anderem so: „Uns hat heute die Qualität nach vorn gefehlt.“

Die fehlende Durchsetzungskraft hatte auch personelle Gründe. In Torjäger Serdar Bayrak (Erkältung) sowie den angeschlagenen Adrian Bravo-Sanchez und Thomas Müller musste Velte auf drei bewährte Offensivkräfte verzichten. Überdies wirkte sich eine weitere Personalie verheerend auf das Lohfeldener Spiel aus. Nach einer knappen halben Stunde humpelte Innenverteidiger Vyacheslav Petrukhin mit einer Verletzung am Oberschenkel vom Platz. Für ihn kam Pere Pavic. Und der verlor gut zehn Minuten später den Ball an Mimoun Azaouagh, der ehemalige Profi bediente seinen Sturmpartner Khaibar Amani, und es stand 1:0 für die Gäste (41.).

Bis dahin stellten die Südhessen das bessere Team. „Sie waren giftiger“, sagte Jarek Matys, noch einer der agilsten Lohfeldener. Zumal es den Gastgebern vor 200 Zuschauern im Nordhessenstadion nicht gelang, den Ball in den eigenen Reihen laufen zu lassen. „Wir haben die Bälle vorn nicht gehalten. Wir hätten die Situationen besser ausspielen müssen“, fasste Matys selbstkritisch zusammen. Es fehlte schlicht die Genauigkeit.

Gästetrainer und Ex-Profi Rudi Bommer freute sich indes über die Leistung seiner Truppe, drei Punkte und den nun sicheren Klassenerhalt. Wer bei diesen Temperaturen das erste Tor mache, sagte Bommer, würde auch das Spiel gewinnen: „Wir haben auch in der zweiten Halbzeit cool hinten raus gespielt und schließlich den Sack zugemacht.“ Erneut vertändelte Pavic den Ball, erneut hieß der Nutznießer Azaouagh, der dieses Mal selbst zum vorentscheidenden 2:0 für Dreieich abschloss (71.).

Abgesehen von zwei, drei Schüssen aus der Distanz und einer besseren Möglichkeit von Roy Keßebohm kam von Lohfelden nicht mehr viel. Velte ging mit seinen Jungs aber nicht sonderlich hart ins Gericht, was auch am Auftreten des Gegners lag. „Wir haben gesehen, dass Dreieich eine routinierte und ausgebuffte Truppe ist“, sagte Velte.

Von Robin Lipke

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.