Fußball-Hessenliga

Nach schwerer Verletzung: Baunataler Fußballer Springer auf dem Weg der Besserung

Weiterbildung im Krankenbett: Der frisch operierte Jonas Springer (links) hatte am Montag unter anderem Besuch von seinem Freund und Baunataler Mannschaftskollegen Felix Schäfer. Foto: Koch 

Kassel. Im Winter soll es so weit sein. Dann will Jonas Springer wieder auf dem Platz stehen. „Hoffentlich ist bis dahin alles in Ordnung“, sagte gestern der Baunataler Fußballer, der sich am Samstag während der Partie gegen Kelsterbach schwer verletzte.

„Der Rückhalt im Verein und bei Freunden gibt natürlich Kraft“, erzählt der Mittelfeldspieler weiter. Bis zwei Uhr morgens war Springer am Sonntag in der Unfallchirurgie des Kasseler Rote Kreuz Krankenhauses noch damit beschäftigt, besorgte Fragen und Genesungswünsche zu beantworten oder entgegenzunehmen.

An Schlaf sei bis zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht zu denken gewesen, blickt der 21-Jährige zurück. Zu krass sei das Erlebte gewesen: „In der ersten Sekunde nach dem Zusammenprall war mir der Umfang der Verletzung noch gar nicht klar, aber dann habe ich den abgewinkelten Fuß gesehen“, erzählt Springer, der den Ball unbedingt im Sprint erlaufen wollte, „um eine Kontersituation für meine Mannschaft rauszuspielen.“

Zum Glück war der Rettungswagen schnell zur Stelle, gefolgt von der Notärztin. Rund 45 Minuten später fand sich Springer dann in der Erstversorgung des Rote Kreuz Krankenhauses wieder. „Zu dem Zeitpunkt hatte ich wegen der unterbrochenen Blutversorgung bereits kaum noch ein Gefühl im Fuß.“ Am frühen Abend kam dann die Entwarnung, als ihm der behandelnde Arzt eröffnete, dass die Operation gut verlaufen sei.

„Da ist noch viel Hoffnung. Voraussichtlich werde ich in den nächsten Tagen das Krankenhaus verlassen können“, sagt der Student der Wirtschaftswissenschaften.

Lediglich den Umzug von Kassel nach Sandershausen wird sein WG-Partner Steffen Friedrich vom KSV Hessen Kassel in den nächsten Tagen allein stemmen müssen. Derweil dreht sich bei Springer am Krankenbett auch weiterhin viel um den Fußball. So trudelten gestern Mitspieler am Krankenbett ein, und der ebenfalls am Außenband verletzte Felix Schäfer machte aus seinen Gefühlen kein Hehl: „Ich war schon sehr geschockt, als ich meinen Kumpel da so liegen sah. Da kommt einem schon die eine oder andere Träne“, sagte der Freund aus Kindheitstagen.

Springer selbst will jetzt erst einmal optimistisch bleiben und möglichst bald mit Reha-Maßnahmen beginnen, um wieder fit zu werden. „In sechs Wochen wird voraussichtlich die erste Schraube entfernt. Ich will so schnell wie möglich wieder fit werden, aber falscher Ehrgeiz ist nicht angesagt.“

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