Vellmars Hessenliga-Fußballer unterliegen Ederbergland auf eigenem Platz 0:2 – Gelb-Rot für Wagener

OSC ohne Glück und spielerische Klasse

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Gestrauchelt: Egli Milloshaj (6) und seine Vellmarer Mitspieler Stefan Matzenmiller (Zweiter von rechts) und Okan Gül konnten sich gegen Ederbergland, hier mit (von links) Dominik Karge, Marvin Brussmann und Janis Wolff, zu selten durchsetzen.

Vellmar. Vom Glück verfolgt waren sie nicht gerade. Und auch Schiedsrichter Martin Kliebe meinte es nicht immer gut mit ihnen.

Ankreiden müssen sich die Hessenliga-Fußballer des OSC Vellmar ihre 0:2 (0:1)-Heimniederlage gegen den FC Ederbergland dennoch selbst. Die Mannschaft von Trainer Mario Deppe verpasste es, mit einem Dreier über den Rivalen im Kampf um den Klassenerhalt Boden gutzumachen.

Die ersten Chancen hatten die Gäste. Weil aber OSC-Schlussmann Tobias Schlöffel anders als seine Vorderleute im Bilde war, verhinderte er zweimal hintereinander einen Gegentreffer (6.). Andererseits glänzte Ederberglands Torhüter Philipp Hartmann gegen René Huneck (25.) und Egli Milloshaj (25.).

Unerwartet legten dann die Gäste vor. Nach einem Steilpass auf ihren von Sebastian Wagner und Marvin Steube verfolgten Angreifer Felix Nolte kam Schlöffel weit aus seinem Tor und schoss beim Klärungsversuch einen seiner Abwehrspieler an. Von diesem prallte der Ball in den Lauf von Nolte, der mit ihm am Fuß ins Tor spazierte (31.). Die Vellmarer monierten, dass dem Pass auf den Schützen ein nicht geahndetes Foulspiel der Gäste vorausging.

Nach dem Wechsel zogen sich die Gäste weiter zurück und ließen den OSC kommen. Dieser lief sich meist weit vor dem Strafraum fest und brachte den FCE selten in Schwierigkeiten. Zwar kombinierten die Platzherren oft gefällig, je näher sie aber dem gegnerischen Tor kamen, desto ideenloser und umständlicher wirkten sie. Standards und Flanken erreichten kaum einmal den eigenen Mann. Erschwerend kam für den OSC hinzu, dass Innenverteidiger Sebastian Wagner nach zwei Foulspielen binnen zwölf Minuten mit Gelb-Rot vom Feld musste.

„Es ist schwer gegen eine Mannschaft, die mit zehn Spielern in der eigenen Hälfte steht“, kommentierte Mario Deppe. Allzu sehr kritisieren mochte er seine Elf nicht: „Von hinten heraus hatten wir eine gute Struktur und sind im Aufbau geduldig geblieben. Allerdings haben wir es nicht geschafft, die gegnerische Defensive über die Außenbahnen aufzureißen. Dazu fehlte uns die spielerische Qualität.“

Was die Vellmarer erzürnte, war eine Situation unmittelbar vor Wageners Platzverweis. Hartmann foulte den frei auf ihn zustürmenden Milloshaj, Kliebe entschied auf Freistoß an der Strafraumlinie und Gelb für den Schlussmann. „Wenn er Freistoß gibt, muss er für die Notbremse Rot zeigen. Oder Elfmeter, und dann Gelb“, sagte Deppe. Der Freistoß brachte nichts ein.

Auch zu zehnt dominierten die Vellmarer, doch der Ertrag blieb aus. Stattdessen besiegelte Nolte nach einem Konter der Gäste zum 2:0-Endstand die Niederlage der Gastgeber.

Von Wolfgang Bauscher

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