Was war denn da los?

Die Sache mit dem Mäuschen: Dreieichs Coach Rudi Bommer in der Kritik

Wurde in einem Artikel scharf kritisiert: Trainer Rudi Bommer. Archivfoto: Fischer

Kassel. Tobias Nebe, Coach des Fußball-Hessenligisten KSV Baunatal, erlebte ihn beim einzigen Aufeinandertreffen „nett, höflich, offen und aufgeschlossen“.

Auch Mario Deppe vom OSC Vellmar bezeichnet Rudi Bommer vom Hessenliga-Rivalen SC Hessen Dreieich als angenehmen Trainerkollegen: „Er war in keinster Weise arrogant. Er konnte sich sogar noch an unsere Duelle während an unserer aktiven Zeit erinnern.“ Auf dem Weg in die Zweitliga-Aufstiegsrunde soll Deppe als Verteidiger des KSV Hessen 1992 den damaligen Profi von Viktoria Aschaffenburg im Strafraum gelegt haben – es ist das Einzige, was bei Deppe in Verbindung mit dem Namen Bommer etwas Unverständnis ausgelöst hat.

Und jetzt das: Seit ein paar Tagen wird im Internet über das Verhalten des prominenten Dreieicher Fußball-Lehrers beim 4:2-Sieg des Tabellenzweiten in Hadamar diskutiert. Auslöser: ein Artikel im Lokalanzeiger, einem Anzeigenblatt aus dem Raum Limburg. Der Autor schreibt darin, Bommer hätte den Eindruck eines großkotzigen Rotzlöffels hinterlassen. Die Schiedsrichter-Assistentin Olivia Depta soll der 59-Jährige, ehemaliger Bundesliga-Trainer und Ex-Nationalspieler, „Mäuschen“ genannt haben. Was den Berichterstatter zu der Erkenntnis brachte: „Großkotzig, chauvinistisch, arrogant – mit dem unerträglichen Gehabe, das Bommer an den Tag legte, war er Lichtjahre davon entfernt, dass ein Trainer eigentlich Vorbildfunktion für seine Spieler haben sollte.“

Hinter die Barriere geschickt

Der Trainer des ambitionierten südhessischen Vertreters war in der ersten Hälfte vom Unparteiischen Dennis Meinhardt aus Flieden hinter die Barriere geschickt worden, weil er die Coaching-Zone verlassen haben soll. Wer allerdings die Anlage in Hadamar kennt, der weiß, dass es auf diesem engen Platz so richtig keine Zone gibt. Was auch Rudi Bommer im Nachgang gegenüber der Offenbach Post noch einmal betonte.

Erledigt ist die Sache seitens des Hessischen Fußball-Verbands (HFV) noch nicht. Wie ein Vertreter des Sportgerichts der Verbandsligen der HNA bestätigte, wurden Bommer und der Verein Hessen Dreieich aufgefordert, Stellungnahmen abzugeben.

Aus dem Spielbericht des Schiedsrichters soll nicht hervorgehen, dass der Begriff „Mäuschen“ gefallen sei.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.