Auch im Hessenliga-Heimspiel gegen Dreieich werden Vellmarer von ihren Partnerinnen unterstützt

Mit Trikot, Charme und Herz

Wann immer es geht, sind sie dabei: Jessica Tausch (von links), Anisah Kersting und Katharina Böddeker drücken die Daumen, wenn ihre Lebensgefährten René Huneck, Oliver Scherer und Christian Wollenhaupt für den OSC Vellmar auflaufen. Foto: Fischer

Vellmar. Sie schwenken keine Fahnen und stimmen keine Fangesänge an. Sie geben auch nicht ständig lautstarke Kommentare von sich. Trotzdem sind sie sehr präsent. Egal, ob auf der Tribüne des heimischen Stadions am Schwimmbad wie am Samstag ab 15 Uhr gegen Spitzenreiter SC Hessen Dreieich oder auf gegnerischen Plätzen. Sie als Fanklub von Fußball-Hessenligist OSC Vellmar zu bezeichnen, würde ihnen nicht gerecht. Sie sind mehr – die Lebensgefährtinnen von Vellmarer Spielern.

Weil sie diese unterstützen wollen, sind sie bei den Begegnungen häufig mit dabei. Im OSC-Trikot, versteht sich. Das natürlich mit dem Namen und der Rückennummer des jeweiligen Spielers beflockt ist.

Doch nicht nur das. „Die Gruppe hat sich im Lauf der Zeit so ergeben und entwickelt. Manchmal sind alle dabei, manchmal nur einige. Es macht eine Menge Spaß, die Jungs zu unterstützen“, sagt Anisah Kersting, Freundin von Verteidiger Oliver Scherer.

Hoch im Kurs stehen trotz des Aufwands die Fahrten zu den Auswärtsspielen. Wobei nicht immer der Fußball allein im Mittelpunkt des Interesses steht. „Wir machen dann auch schon mal einen Besuch in der Stadt wie kürzlich in Frankfurt und gehen shoppen“, sagt Jessica Tausch, Lebensgefährtin von Angreifer René Huneck. Ob das Sportliche dann nicht unter Umständen zu kurz kommt? „Naja, bis Spielbeginn haben wir es meist gerade so zum Fußballplatz geschafft.“

„Die Jungs sollen sich von uns nicht ablenken lassen.“

Jessica tausch

Allerdings bestreiten die Frauen, zu denen noch Katharina Böddeker (Christian Wollenhaupt), Jessy Henkel (Tobias Schlöffel) Nadine Schäfer (Christian Brinkmann) sowie Diana Wagener, Gattin von Sebastian Wagener, gehören, die Auswärtsfahrten nicht im Mannschaftsbus, sondern im eigenen Pkw. „Die Jungs sollen sich konzentrieren können und sich nicht von uns ablenken lassen“, erklärt Tausch. Außerdem sind sie auf diese Weise unabhängiger. „Wir fahren oft früher los und gehen vor dem Spiel noch bummeln oder Kaffeetrinken“, berichtet Kersting.

Schon auf dem Platz schätzen die Vellmarer die Anwesenheit ihrer besseren Hälften. Und auch nach dem Abpfiff spielen die Frauen eine gewichtige Rolle. „Es ist doch sehr schön, wenn sie dabei sind. Falls wir dann am Abend noch was zusammen unternehmen, kommen sie natürlich mit“, sagt René Huneck.

Weniger gefordert sehen sich die Frauen hingegen im mentalen Bereich. „Klar, die Jungs sind schon mal bedrückt, wenn sie verlieren. Aber das normale Leben holt sie auch schnell wieder ein“, sagt Tausch. Auch im Falle eines Sieges: „Man muss sie dann nicht einfangen, sie bleiben auf dem Boden. Es kann nur sein, dass wir dann noch ein bisschen länger zusammensitzen.“

Von Wolfgang Bauscher

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