OSC Vellmar harmlos gegen die Gäste aus Hadamar

Vellmar unterliegt 0:2 gegen Hadamar

Mit allen Mitteln: Selten bekamen die Vellmarer wie Innenverteidiger Sebastian Wagener (rechts, hier gegen Jurij Gros) ihre Gegner aus Hadamar in den Griff. Foto: Fischer

Vellmar. Seine einzige aussichtsreiche Strafraumszene der Partie hatte der OSC Vellmar in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Dabei scheiterte Enes Glogic per Kopfball aus neun Metern am gegnerischen Schlussmann Leon Hasselbach. Weil die Gäste von Rot-Weiß Hadamar ihre Überlegenheit zuvor in zwei Treffer umgesetzt hatten, unterlag der OSC mit 0:2 (0:1).

Dabei hatten es sich die Vellmarer so schön vorgestellt. Nach dem 4:2-Erfolg am Samstag in Steinbach wollten sie mit einem weiteren Dreier ins Mittelfeld vorstoßen. Daraus wurde nichts, weil sie auf einen starken, entschlossenen Gegner trafen und womöglich beim Sieg in Osthessen zu viel Energie gelassen hatten.

„An der Kraft lag es auch. Um in diesem Rhythmus zu spielen, haben wir zu viele Jungs, die nach Verletzungen noch nicht absolut fit sind“, erklärte OSC-Trainer Mario Deppe und wunderte sich angesichts der souveränen Leistung der Rot-Weißen: „Ich weiß nicht, warum sie bisher nur 16 Punkte auf dem Konto hatten.“ Warum es nun 19 sind, ist einfach zu erklären.

Von der ersten Minute an machten die Gäste viel Druck auf Ball und Gegner und ließen den Gastgebern kaum Zeit zum Aufbau. Prompt ließ der OSC Sicherheit und Gelassenheit vermissen, selten einmal lief der Ball über mehrere Stationen. Ihrerseits hatten die Vellmarer schon vor dem Wechsel Mühe, sich der schnellen Angriffe der Rot-Weißen zu erwehren. Doch 45 Minuten lang glückte ihnen das noch leidlich, sodass auch die Gäste kaum gefährlich wurden. In Führung gingen diese dennoch. Christian Brinkmann erwischte den Ball bei einem Kopfballduell so unglücklich, dass er hinter dem machtlosen Schlussmann Tobias Schlöffel ins Tor fiel (24.). Kurz zuvor musste Deppe Innenverteidiger Stefan Matzenmiller wegen einer Oberschenkelverletzung herausnehmen.

Nach dem Wechsel legte Hadamar noch stärker los und erspielte sich viele Chancen. Allein der überragende Schlöffel verhinderte einen höheren Rückstand. Zumindest bis zur 71. Minute. Gerade waren die Vellmarer mal über die Mittellinie gekommen, da brachte ein Missverständnis zwischen Glogic und Okan Gül die Rot-Weißen in Ballbesitz. Wenige Sekunden später vollendete deren Angreifer Jurij Gros den Konter zum 2:0.

„Als wir nach der Pause alles versuchen wollten, hatten wir körperlich nichts mehr zuzusetzen“, sagte Mario Deppe. Wieder einmal konnte er aus dem dünnen Kader heraus von der Bank keine Impulse setzen. Mit Maik Siebert musste er daher einen gelernten Verteidiger bringen, wo für die Schlussoffensive Angreifer nötig gewesen wären.

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