Fußball-Hessenliga: 0:2 – FSC kämpft gegen Lehnerz, ist aber im Angriff zu harmlos

Viel investiert, nichts gewonnen

Enttäuschung nach dem 0:1: (von links) Niklas Kühne, Dominik Schneider, Andre Schreiber und Vyacheslav Petrukhin vom FSC Lohfelden. Foto:  Fischer

Lohfelden. Bereits vor zwei Monaten war Marco Lohsse, Trainer des TSV Lehnerz, im Nordhessenstadion zu Gast – damals noch als Coach der zweiten Mannschaft in der Vorbereitung. 8:3 gewann der FSC Lohfelden.

In der Fußball-Hessenliga drehte Lohsse, der nach vier Spieltagen vom zurückgetretenen Henry Lesser übernommen hatte, den Spieß um. Sein Team gewann durch Tore von Pierre Mistretta (9.) und Kemal Sarvan (56.) 2:0 und ist nun Tabellenführer.

„Fußball ist manchmal brutal. Wenn du vorn die Dinger nicht machst und hinten die Tore kassierst“, sagte FSC-Trainer Otmar Velte nach dem Spiel. Er sah aber ebenso wie der Vorsitzende Willi Becker, dass seine Spieler zu selten den Abschluss suchten. „Der Erfolg der vergangenen Jahre zählt nicht mehr. Manche Spieler müssen das noch verstehen“, gab der 51-Jährige zu bedenken.

Dass Lohfelden im Angriff zu harmlos agiert, war gegen Lehnerz deutlich zu sehen. Denn die Einstellung stimmte. So ergab sich bereits in der zweiten Minute die erste gute Chance per Kopfball von Tolga Ulusoy. Zwei Minuten später scheiterte Lukas Iksal mit einem Schuss vom linken Strafraumeck an Gäste-Torwart Aykut Bayar.

Mittenrein in die Drangphase des FSC dann das 0:1. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau geht es ganz schnell: Über die linke Seite kombinieren sich die Lehnerzer in den Strafraum – dort steht Pierre Mistretta frei und schiebt ohne Probleme links unten ein. „Vor beiden Toren haben sie das sehr stark gespielt“, erklärte Lohfeldens Keeper Andre Schreiber, der mit mehreren guten Paraden dafür sorgte, dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel, die Gegentreffer. „Wir haben probiert, gemacht, getan – der Frust sitzt nach dem Spiel erst mal tief“, sagte Schreiber.

Gäste-Trainer Lohsse sah in dem Führungstor für seine Mannschaft einen entscheidenden Faktor für den Sieg: „Das frühe Tor hat uns in die Karten gespielt. Wir sind hergekommen und wollten nicht verlieren. Dass es am Ende drei Punkte geworden sind, ist natürlich noch schöner.“

Das 0:2 dann nach einem weiten Ball aus dem Mittelfeld auf Jan-Niklas Jordan, der den noch besser postierten Kemal Sarvan sieht – der Innenverteidiger muss nur noch den Fuß hinhalten. Im Anschluss kann Lohfelden in einer intensiven und teilweise hart geführten Partie mit insgesamt acht Gelben Karten nicht mehr viel entgegensetzen. Allein Lukas Iksal hat in der 76. Minute noch einmal die Chance zu verkürzen.

Zeit, um über diese Niederlage nachzudenken, bleibt aber nicht. Bereits am Mittwoch steht ab 17.30 Uhr das nächste Heimspiel an: Im Hessenpokal kommt dann Regionalligist KSV Hessen Kassel zum Derby. „Weiterkommen ist für uns das Ziel. An einem guten Tag kann man auch mal eine klassenhöhere Mannschaft schlagen“, gibt Torwart Schreiber die Marschroute vor. „Wir müssen die Leistung aus diesem Spiel mitnehmen, das war schon viel besser als gegen Hadamar“, ist auch Velte optimistisch.

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