Fußball-Hessenliga: Baunatal 1:1 im Heimspiel gegen Fulda – nach frühem Rückstand nur kurz geschockt

KSV ist zufrieden und ärgert sich

Alles gegeben: Baunatals Malte Grashoff (rechts) und Mark Niklas Jaksch von Borussia Fulda. Foto:  Fischer

Baunatal. So richtig wusste beim KSV Baunatal niemand, wie man sich nun fühlen soll. Freude über einen Punkt oder Enttäuschung, weil definitiv mehr möglich gewesen wäre? Gerade eben war die Partie in der Fußball-Hessenliga gegen den SC Borussia Fulda abgepfiffen worden – Endergebnis 1:1. Aber selbst Gäste-Trainer Thomas Brendel sprach hinterher über einen glücklichen Punktgewinn seines Teams.

Dabei war es alles andere als gut losgegangen für den KSV. „Schlechter kann ein Spiel nicht beginnen. Das war eine kalte Dusche“, sagte Baunatals Manuel Pforr nach der Partie. Was er meinte? Bereits in der dritten Minute kassierte der KSV das 0:1. Ecke für Fulda, Kopfball Vedran Jerkovic – das saß. Und man merkte den personell gebeutelten Baunatalern den Schock des frühen Rückstands an. Allerdings nur 20 Minuten. Dann übernahm die Mannschaft von Trainer Tobias Nebe das Kommando auf dem Platz.

„Wir hatten uns einen Sieg vorgenommen. Wir wollten den Anschluss nach oben halten“, sagte Pforr. „Fulda war uns heute nicht überlegen.“ Und damit hatte er recht. Erst war es ein Schuss von Ingmar Merle (30.), der das Tor des Tabellenvierten nur knapp verfehlte. Anschließend hatten die rund 150 Zuschauer bei Chancen von Kyung Ho Lee (36.) und Felix Schäfer (39.) per Hacke den Torschrei schon auf den Lippen.

In der 41. Minute war es dann endlich so weit. Antonio Bravo Sanchez ließ nach eine Flanke von Janik Szczygiel den Ball gefühlvoll über den Kopf rutschen – Fuldas Torwart Kenan Mujezinovic war zwar noch dran, konnte den Ausgleich aber nicht verhindern. 1:1. So ging es in die Pause. Die Baunataler machten aber auch danach genau da weiter, wo sie aufgehört hatten.

Sie liefen ihre Gegenspieler jetzt früher an, gewannen mehr Zweikämpfe und kombinierten sich immer wieder in den gegnerischen Strafraum. „Wir haben heute extrem viel Laufarbeit geleistet. Da war am Ende die Kraft nach vorn vielleicht ein bisschen weg“, sagte Pforr im Anschluss. Denn das einzige was fehlte, war der zweite Treffer. Chancen zur Entscheidung waren genug da: Pforr selbst verpasste nach einer Flanke das Gehäuse nur knapp (50.), Felix Schäfer traf nur die Latte (51.) und auch Merle schoss aus kurzer Distanz daneben (66.).

Auch deshalb wusste Nebe nachher nicht, was er empfinden soll: Zufriedenheit über das dritte Spiel in Folge ohne Niederlage oder Enttäuschung über die verlorenen Punkte. „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich absolut einverstanden. Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir das Spiel heute gewonnen. Ich hoffe nun, dass uns viele Leute nächste Woche unterstützen.“ Da steht das Derby an: Am kommenden Samstag will der KSV in Vellmar dann wieder wissen, was er fühlen soll.

Von Maximilian Bülau

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.