6:3 gegen Eintracht Baunatal

Furioses Finale mit vielen Toren – TSV Wolfsanger gewinnt HNA/Eon-Cup

Kassel. Dramatisch, hochklassig, absolut packend – dieses Finale des HNA/Eon-Cups für F-Jugendfußballer war einfach sensationell. Und selbst die KSV-Kicker Tobias Becker, Andreas Mayer und Morike Sako, die sich am Samstag schon um kurz vor 13 Uhr auf dem Rasen des Auestadions vor ihrer Regionalliga-Partie eingefunden hatten, waren begeistert.

Am Ende gewann der TSV Wolfsanger mit 6:3 (2:0) gegen Eintracht Baunatal und wird damit im kommenden Jahr die Endrunde als Gastgeber ausrichten. Allein drei Finaltore gingen auf das Konto von Can Böyükata, der zum 3:0, 5:0 und 6:1 traf.

Vor dem Spiel

Eine halbe Stunde vor dem Finale herrscht am Auestadion nervöses Treiben. Einige Kinder spielen Fußball, andere warten ungeduldig, dass es endlich losgeht. Es ist kein normales Spiel, das wissen auch die Eltern, die sich etwas Besonderes überlegt haben. „Ich bin die Mama von...“ steht auf ihren T-Shirts, sowohl auf denen der Eintracht-Mütter als auch denen von Wolfsanger. Zudem wurden die kleinen Wölfe vor dem Spiel noch mit blau-weißgestreiften Mützen ausgestattet. Dann geht es in die Kabinen. Und wenig später endlich auf den Rasen. „Ich glaube, dass ich aufgeregter bin als die Kinder“, sagt Eintracht-Trainer Meik Fahrenbach.

Bilder des Finales

Finale des HNA/Eon-Cups im Auestadion

Das Spiel

 Zunächst bestimmen die Baunataler die Partie, haben mehr Ballbesitz. Die ersten Chancen nutzt aber der TSV Wolfsanger. Eray Cetinkaya eröffnet in der sechsten Minute den Torreigen mit einem Flachschuss aus dem Mittelfeld ins linke untere Eck. Wenig später setzt Emre Böyükata mit dem 2:0 nach einem schönen Alleingang noch einen drauf (10.). Es ist sein 14. Turniertreffer – Rekord.

Die Eintracht lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Jean Dannhauer trifft die Latte, David Fahrenbach scheitert am unglaublich starken TSV-Torwart Furkan Erdogan. Und dann beginnt die Zeit von Wolfsangers Can Böyükata, Emres Zwillingsbruder. Lässt er in der ersten Halbzeit noch zwei Chancen aus (12., 20.+1), schlägt er nach der Pause eiskalt zu. Und das gleich dreimal. Sein Treffer zum 3:0 (25.) fällt nach einem tollen Lupfer, die Tore zum 5:0 (33.) und 6:1 (37.) sind schön herausgespielt und werden durch Emre vorbereitet.

Nachdem zwischenzeitlich auch Maurice Brück per Hand-Achtmeter, den man nicht unbedingt geben musste, getroffen hatte (29.), zeigen auch die Baunataler, was sie draufhaben. Drei richtig schöne Tore von David Fahrenbach (34.), Aaron Liesche (37.) und Paul Kohlstädt (40.) bedeuten den Endstand zum 3:6. Der Rest ist Jubel beim TSV Wolfsanger, und es gibt einige Tränen bei den Baunataler Spielern.

Video des Finales im Auestadion

Nach de Spiel

„Das ist wunderbar, das ist einmalig, was die Jungs geschafft haben“, ruft Wolfsangers Trainer Naci Böyükata in die Jubelstürme seines Teams hinein. Über seine Söhne Emre und Can, die jede freie Sekunde im Garten kicken, sagt er: „Am liebsten würden sie den Fußball mit ins Bett nehmen.“ Eintracht-Coach Meik Fahrenbach meint nach dem Finale: „Wolfsanger war heute sehr effektiv, und wir hätten unsere Chancen noch besser nutzen müssen.“ Sein Sohn David fügt an: „Wir waren am Anfang einfach nicht wach genug.“ In der Halbzeitpause des KSV-Spiels werden beide Teams geehrt und laufen dann noch eine Stadionrunde.

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